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DVD-Ripper Handbrake jetzt mit GUI

25.11.2008

Die neue Version 0.9.3 des DVD-Rippers Handbrake bringt nun eine GUI mit, teilt das Projekt auf seiner Webseite mit. Das ist nur eine von zahlreichen Neuerungen. Handbrakes Fähigkeiten beschränken sich nicht länger auf das Umwandeln von DVDs. Dank der Unterstützung von Ffmpeg unterstützt die Software nun alle möglichen Videoformate als Quellen.

Am dem Qt-Interface, das man bereits im Quellcode findet, arbeiten die Entwickler offenbar noch: Im offiziellen Announcement zur Software ist lediglich vom neuen GTK-Interface die Rede. Das darf man allerdings nicht mit Rippedwire verwechseln: Diese Mono-GUI für Handbrake führt per Knopfdruck lediglich Konsolenbefehle aus, ist also ein Wrapper für die CLI-Version. Die GTK-GUI kommuniziert hingegen direkt mit der Core-Bibliothek der Software. Bei Rippedwire handelt es sich um eine Kopie der Windows-Oberfläche, die - nach Aussage der Entwickler - zudem recht fehlerbehaftet ist.

Neu ist auch die Integration des H.264-Codec vom X264-Projekt: Hier sprechen die Entwickler von einer dramatischen Verbesserung der Bildqualität. Schuld daran sind unter anderem die Verwendung von "psychovisual rate distortion" (einer Technik, die gegen den Schärfeverlust von Frames arbeitet und so die Details erhöht) und der Einsatz adaptiver Quantisierung.

Mit mehreren Audio-Tracks kommt Handbrake nun auch zurecht und die Entschlüsselung von CSS-geschützten DVDs wurde vereinfacht. Warteschlange verursachen keine Crashs mehr. Anstatt an den einzelnen Einstellungen zu basteln, kann man gewöhnlich die Presets von Handbrake nutzen, die bereits vernünftige Voreinstellungen anbieten. Eine dieser Voreinstellungen names "Apple" richtet Handbrake so ein, dass die Software Filme für den iPod und AppleTV generiert.

Wer einen Blick auf Handbrake werfen will, lädt die Software von der Webseite herunter. Die 32-Bit-Version mit GTK-GUI ist 9,4 MByte groß und liegt als Debian-Paket vor. Es gibt auch eine Version für 64-Bit-Rechner und natürlich den Quellcode für alle Plattformen. Bis die fertige Version in den Repositories der Distributionen auftaucht, wird es wohl auch nicht mehr lange dauern.

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Kommentare
Re: DVD-Ripper Handbrake jetzt mit GUI
Peter Sütterlin, Mittwoch, 26. November 2008 13:55:12
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Hmm, also ein wenig suspekt ist mir das Teil schon. Ich wollte selbst kompilieren (unter Linux), und als erstes hat sich das Teil die Quellen der ganzen Mulimedia-Libs geholt und diese dann gepatcht und selbst kompiliert. Obwohl diese Bibliotheken installiert sind!
Daß dadurch das Unix-typische shared library Konzept unterlaufen wird und bei Sicherheitsupdates dieser Libs gleich wieder das ganze Programm neu übersetzt werden muß ist schon ein Schritt in die Steinzeit und widerspricht m.E. auch etwas dem OS-Gedanken - warum gehen die Patches nicht an's ursprüngliche Projekt?

Das Programm selber liess sich dann nicht linken da libz2 nicht gefunden wurde....

Pit


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Re: DVD-Ripper Handbrake jetzt mit GUI
Kristian Kißling, Mittwoch, 26. November 2008 16:09:19
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Ich hab das Teil neulich aus dem SVN geholt und übersetzt. Tatsächlich holt Handbrake Code aus dem WWW, was oft keine tolle Idee, da Webserver mitunter nicht zu erreichen sind oder dadurch eine Sicherheitslücke entsteht usw.

Alternativ kann man warten, bis der Player in den offiziellen Paketquellen der Distris auftaucht. Übersetzen ließ sich der Player allerdings. Kann es sein, dass Du (oder das Projekt) libbz2 mein(s)t?

Viele Grüße
Kristian


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Re: DVD-Ripper Handbrake jetzt mit GUI
Peter Sütterlin, Mittwoch, 26. November 2008 23:09:53
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Ja, war die libbz2 - und das Problem war auf meiner Seite (bzw. bei openSuSE), der Link libbz2.so -> libbz2.so.1.0.5 hatte gefehlt, deswegen hat's der Linker nicht gefunden.
Sonst sieht's wirklich ganz nett aus - hab nur im Moment nix mit dem ich die Ergebnisse testen kann...

Pit


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Shared libraries
Erwin Eggenberger, Mittwoch, 03. Dezember 2008 13:16:13
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Hi,

dass Handbrake die ganzen Libraries runterlädt und kompiliert fand ich auch ein wenig merkwürdig. Besonders da auf meinem Gentoo System ja eh alle Header-Dateien usw. die benötigt würden vorhanden wären. Vielleicht gibt es ja bald einen ebuild dafür.

Mit den Ergebnissen war ich aber sehr zufrieden. Hatte zwar noch einen Absturz beim benutzen der Queue, aber ich habe auch noch eine ältere Version aus dem Subversion genutzt.


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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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