Crowdsourcing soll Ubuntu-for-Android-Smartphone finanzieren
Geld sammeln für Ubuntu Edge

Crowdsourcing soll Ubuntu-for-Android-Smartphone finanzieren

22.07.2013
Mit einer recht spektakulären Crowdsourcing-Kampagne will Canonical 32 Millionen US-Dollar einsammeln, um den Bau eines Geräts für das hauseigene Hybridsystem "Ubuntu for Android" zu finanzieren.

Stolze 32 Millionen, diese Menge an Geld will das Ubuntu-Projekt von Fans und Unterstützern innerhalb von nur 30 Tagen sammeln, um das Ubuntu Edge auf den Markt zu bringen. Damit dürfte das seit heute laufende Indiegogo-Projekt eines der größten in der noch jungen Geschichte des Crowdsourcing sein.

Auf dem Smartphone sollen Ubuntu for Android und Android laufen, es lässt sich im Handumdrehen in ein PC-System verwandeln. 40.000 Stück der Geräte will man produzieren, kommt der angestrebte Betrag nicht zusammen, erhalten die Backer - so nennt man die Unterstützer - ihr Geld zurück.

Ubuntu edge

Ubuntu-Edge-Kampagne auf Indiegogo

Wer investieren will, ist ab 20 US-Dollar (ca. 15 Euro) dabei und erhält dafür einen Eintrag auf der Founders Page. Wer 600 US-Dollar zahlt, erhält das Smartphone zu einem Sonderpreis. Offiziell soll es, geht man nach den Indiegogo-Perks, um die 830 US-Dollar kosten. Als geschätztes Lieferdatum wird der 14. Mai 2014 anvisiert.

Die Hardware-Specs sind noch recht unspezifisch, man will wohl spontan schauen, was man für das Geld optimalerweise bekommt. Klar ist, es soll eine Multicore-CPU sein, 4 GByte RAM und 128 GByte Speicherplatz. Die Ubuntu-Macher halten einen 4,5-Zoll-HD-Bildschirm (1280x720 Pixel) für die beste Wahl, ein Sapphire-Crystal-Display soll Kratzer verhindern.

Das Gerät soll eine 8-Megapixel-Kamera auf der Rück- und eine 2 Megapixel-Kamera auf der Vorderseite haben. Neben Dual-LTE soll 802.11n Wifi an Bord sein, Bluetooth 4, Technik zur Near-Field-Kommunikation, GPS, ein Accelerometer, ein Gyroskop, ein Annäherungssensor, ein Kompass, ein Barometer, Stereo-Lautsprecher mit HD-Audio, Dual-Mic-Recording, Active Noise Cancellation und einiges mehr. Ein Lithium-Ionen-Akku mit Silikon-Anode soll für besonders lange Laufzeiten sorgen.

Ob die Crowdfunding-Kampagne den ursprünglichen Plänen von Canonical entspricht, darüber lässt sich nur spekulieren. Offenbar wurde aber bisher kein Hardware-Hersteller gefunden, der das im Februar 2012 angekündigte Ubuntu for Android für seine Geräte einsetzen will. Zugleich kann Canonical mit dem Erfolg der Kampagne ungefähr abschätzen, wie gut sein Ubuntu for Phones beim Publikum ankommen wird, wenn es dereinst in den freien Verkauf gelangt.

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Kommentare
Ubuntu ist mir suspekt geworden
etch (unangemeldet), Dienstag, 30. Juli 2013 14:00:56
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Ich wünsche mir ein wirklich freies Betriebssystem für das Handy, ohne proprioritäre Ergänzungen. Also ein richtiges Linux, welches vernünftig administriert werden kann, wenn gewollt.

Jetzt will Herr Shuttleworth ein Handy mit einer Ubuntu- Oberfläche bauen, welches auf Android aufsetzt und auch proprioritäre Bestandteile enthält.

Ich finde Herr Shuttleworth geht mit Ubuntu für Desktops ja auch sehr eigenwillige Wege und wer weiß, was der Herr für die Zukunft noch so alles eigenwillig verändern wird.

Da kann ich auch Android einsetzten.

Vielleicht wird ja Replicant etwas. Hoffe ich zumindest.


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