Eigentlich war es nur eine unscheinbare Meldung im Creative-Forum, die verhalten auf eine neue Version des Linux-Treibers hinweist. Für Besitzer einer Soundkarte der X-Fi-Familie ist es jedoch eine kleine Sensation: Creative stellt nicht nur den Quellcode zur Verfügung, sondern diesen auch gleich noch unter die GPL v2. Wie jedoch die ersten Foreneinträge bereits erahnen lassen, ist auch dieser Treiber nicht frei von Macken und Problemen. Immerhin stehen damit die Chancen recht gut, dass der Treiber endlich seinen Weg in das ALSA-Projekt findet.
Das Drama um die X-Fi Treiber reicht zurück bis ins Jahr 2006. Creative Labs versprach damals bis zum zweiten Quartal 2007 fertige Linux-Treiber zu präsentieren, die mit ALSA-, OpenAL 1.1 und EAX Unterstützung aufwarten sollten. Im Mai 2007 gestand man dann kleinlaut ein, die Treiberentwicklung zugunsten der Windows-Vista-Pendants verschoben zu haben. Die recht teuren X-Fi Karten sollten schließlich noch bis zum September 2007 stumm bleiben. Dann endlich veröffentlichte der Soundkartenhersteller eine Vorabversion seines Treibers in binärer Form, der allerdings nur auf 64-Bit-Linuxsystemen lief und zudem mit zahlreichen Wehwehchen zu kämpfen hatte. Da keinerlei Hardwaredokumentation freigegeben wurde, konnten auch die ALSA-Entwickler keine kurzfristige Abhilfe schaffen.
Im Februar dieses Jahres erlaubte man schließlich 4Front Technologies einen Blick in Teile des Quellcodes und der Dokumentation. Auf dieser Basis durften sie einen Open-Source Treiber für ihr Open Sound System (OSS) entwickeln. Aber auch diese Treiber waren alles andere als perfekt.
Im April veröffentlichte Creative dann einen neuen, binären BETA-Treiber, der jedoch immer noch nicht richtig funktionierte und weiterhin viele der ursprünglich angekündigten Funktionen vermissen ließ.
Nach fast einem weiteren halben Jahr veröffentlichte Creative Labs jetzt endlich den XFiDrv 1.00 unter der GNU GPL v2 Lizenz. Der Treiber läuft auf sowohl auf 32-, als auch 64-Bit-Systemen mit x64-Architektur und unterstützt die Karten:
- Creative Sound Blaster X-Fi Titanium Fatal1ty® Champion Series
- Creative Sound Blaster X-Fi Titanium Fatal1ty Professional Series
- Creative Sound Blaster X-Fi Titanium Professional Audio
- Creative Sound Blaster X-Fi Titanium
- Creative Sound Blaster X-Fi Elite Pro
- Creative Sound Blaster X-Fi Platinum
- Creative Sound Blaster X-Fi Fatal1ty
- Creative Sound Blaster X-Fi XtremeGamer
- Creative Sound Blaster X-Fi XtremeMusic
Einen Download findet man auf den Creative-Supportseiten beim jeweiligen Sound-Blaster-Modell.
Laut der Internetseite Phoronix soll der Treiber gegenüber der letzten Fassung vom Mai noch einmal verbessert worden sein. Darauf würden einige Kommentare im Quellcode hindeuten.





Das mit dem Treiber ist schon eine tolle sache, da ich mir einen neuen PC zusammengebaut, und darin eine X-Fi verbau habe. Nur leider hat das nicht auf anhieb funktioniert, und jetzt hab ich den Treiber, aber schaff es irgendwie nicht ihn aufzuspielen, mal sehen ich denke ich muß mir noch ein paar Module auspielen ;-) Aber ansich ist das schon ein feiner zug von Creative den den Treiber unter die GPL zu stellen, macht auch nicht jeder Hardwarehersteller.