Cloud- und Multiarch-Support inklusive

Cloud- und Multiarch-Support inklusive

Debian 7.0 veröffentlicht

Kristian Kißling
06.05.2013
Die neue stabile Version von Debian heißt "Wheezy", unterstützt Multiarch und das Aufsetzen eigener Clouds.

Benannt wurde die Version 7.0 nach dem Spielzeug-Pinguin aus der Toy-Story-Reihe - sämtliche Debian-Codenamen stammen aus diesem Umfeld.

Multiarch-Support war eines der Ziele, welches auf der Debian-Konferenz Debconf11 ausgerufen und in der aktuellen Version umgesetzt wurde. Das Feature erlaubt es, Software unterschiedlicher Hardware-Architekturen parallel nebeneinander zu installieren. Steve Langasek hat es hauptsächlich vorangetrieben und prognostiziert, dass dadurch in Zukunft sogar Live-Migrationen von 32-Bit- auf 64-Bit-Systeme möglich werden.
 
Die zweite große Neuerung ist der Ausbau des Cloud-Support, dem die Debian-Entwickler recht ambivalent gegenüberstehen. Wenn es schon Cloud sein muss, so der Tenor, dann am besten eine Cloud unter eigener Kontrolle und auf Basis freier Software. Dafür bringt Debian fertige Pakete für Open Stack sowie die Xen Cloud Platform (XCP) mit. Bei letzterem handelt es sich um eine "unternehmensfertige Server-Virtualisierungs- und Cloud-Computing-Plattform", die sich in andere Frameworks wie Cloud Stack, Open Nebula und Open Stack integrieren lässt.

Ansonsten bringt Debian 7.0 einige weitere Neuerungen sowie Updates für vorhandene Software mit. Bei der Installation unterstützt eine Sprachsynthese nun sehbehinderte Nutzer ohne Braille-Zeile. Auch der Einsatz auf 64-Bit-PCs mit UEFI ist möglich - allerdings ohne Unterstützung für Secure Boot. Mit an Bord von Debian 7.0 sind unter anderem GCC in Version 4.7.2, X.org 7.7, der Kernel in Version 3.2, Gnome 3.4, KDE 4.8, Libre Office 3.5.4 sowie einige weitere Softwarepakete. Nicht alle liegen in der neuesten Version vor, da es den Debian-Entwicklern vor allem um Stabilität geht.

Wer die Software herunterladen will, findet auf der Download-Seite recht ausführliche Informationen zur Installation. Wer über einen Rechner mit Internetanbindung verfügt, sollte zu einem der kleineren Installationsimages greifen, welche die Software aus dem Internet nachladen. Die großen Images eignen sich für Nutzer, die Debian ohne Internetanbindung auf einen Rechner spielen möchten. Sie erfordern aber entsprechend mehr Speicherplatz auf dem Installationsmedium.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

Würde gerne openstreetmap.de im Tor-Browser benutzen, oder zu gefährlich?
Wimpy *, 21.08.2017 13:24, 0 Antworten
Im Tor-Netzwerk (Tor-Browser) kann ich https://www.openstreetmap.de/karte.html# nicht nutzen....
Samsung VG-KBD1500 - Bluetooth-Tastatur mit Touchpad mit Xubuntu 16.04.2 LTS
Linux- & BSD-UserGroup im Weserbergland, 16.08.2017 19:16, 0 Antworten
Bin grad mit "meinem Latein am Ende" darum hier mal so in den Raum geworfen. Samsung VG-KBD1500 -...
Tails verbindet nicht mit WLan
Georg Vogel, 30.07.2017 15:06, 5 Antworten
Hallo zusammen! Habe mir von Linux Mint aus einen Tails USB-Stick erstellt. Läuft soweit gut,...
Genivi for Raspberry Pi 3
Sebastian Ortmanns, 28.07.2017 10:37, 1 Antworten
I try to build a Genivi Development Platform for Rasberry Pi 3. But I always get the failures bel...
Bash awk Verständnis-Frage
Josef Federl, 22.07.2017 17:46, 2 Antworten
#!/bin/bash # Skriptdateiname = test.sh spaltennummer=10 wert=zehner awk '{ $'$spaltennummer'...