Hochauflösender Zimt

Die neuen Systemeinstellungen (Quelle: Cinnamon-Projekt)
Die neuen Systemeinstellungen (Quelle: Cinnamon-Projekt)

Cinnamon 2.2 veröffentlicht

Tim Schürmann
14.04.2014 Die neue Version der Desktop-Umgebung bringt zahlreiche interessante Neuerungen mit. So unterstützt Cinnamon 2.2 jetzt hochauflösende Monitore (HiDPI) und bringt eine hübschere Benutzeroberfläche für die Systemeinstellungen mit.

Insbesondere sind die Symbole in den Systemeinstellungen jetzt besser gruppiert, zudem gibt es Unterkategorien. Dank der nun übersichtlicheren Anordnung der Symbole entfällt auch der Umschalter zwischen dem normalen und erweiterten Modus.

Ebenfalls neu gestaltet haben die Entwickler die Einstellungen für den Bildschirmschoner. Für Anwender soll jetzt eindeutiger sein, welche der Einstellungen sich auf das Sperren und welche sich auf das Powermanagement beziehen. Des Weiteren haben die Entwickler das ursprüngliche Fenster mit den Datums- und Zeiteinstellungen zurückgeholt, das ab sofort PolicyKit nutzt. Der Schere zum Opfer gefallen sind die Regionaleinstellungen. Überlebt haben nur die Einstellungen für das Tastaturlayout, die ab sofort bei den Tastatureinstellungen zu finden sind.

Die Snapping-Funktion, die Fenster aneinander ausrichtet, arbeitet jetzt weniger aufdringlich und sollte nur noch dann auslösen, wenn man ein Fenster besonders nah an eine Kante zieht. Darüber hinaus dürfen Anwender ab sofort für jede Bildschirmecke separat festlegen, was passiert, wenn sie mit der Maus dorthin fahren („Hot Corner“).

Cinnamon 2.2 unterstützt zudem die Media Player Remote Interfacing Specification (MPRIS). Diese Schnittstelle des D-Bus erlaubt es, Media Player fernzusteuern. In Cinnamon können Anwender kompatible Programme sowohl über das Sound-Applet als auch die Multimedia-Tasten kontrollieren. Apropos Sound-Applet: Das zeigt jetzt den Namen des Musikstücks nebst zugehörigem Cover-Bild.

Neben den genannten gibt es noch zahlreiche weitere kleinere Verbesserungen. So lässt sich jetzt die Transparenz eines Fensters einfach ändern, indem man auf der Titelleiste das Mausrad dreht. Auf diese Weise erhält man schnell einen Blick auf die Fenster beziehungsweise das Geschehen darunter, ohne das Fenster minimieren oder wegschieben zu müssen. Zeichenkünstler dürfen sich zudem über die Rückkehr des überarbeiteten Plugins für Wacom-Tablets freuen. Cinnamon 2.2 versteht sich jetzt besser mit einer Parallelinstallation von Gnome, es gibt einen Logout-Sound und natürlich zahlreiche Fehlerkorrekturen.

Eine Liste mit sämtlichen Neuerungen finden sich im Linux Mint-Blog. Dort gibt es auch Screenshots der neuen Systemeinstellungen. Der Quellcode von Cinnamon 2.2 lagert auf GitHub, seinen ersten offiziellen Auftritt dürfte die Desktop-Umgebung im Mai im kommenden Linux Mint 17 feiern.

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