Neues aus dem Gewürzregal

Cinnamon 2.0 erschienen

Cinnamon 2.0 erschienen

Tim Schürmann
10.10.2013 Die Macher der Desktop-Umgebung Cinnamon haben nach fünf Monaten Arbeit die neue Version 2.0 freigegeben. Sie soll in Linux Mint 16 (Petra) zum Einsatz kommen.

Verbessert haben die Entwickler die (automatische) Anordnung von Fenstern: Beim Edge-Tiling zieht man ein Fenster an den Rand, woraufhin es genau die Hälfte des Bildschirms einnimmt. In Cinnamon 2.0 kann man ein Fenster jetzt auch in die Ecken ziehen, darüber hinaus lässt sich die Größe der Fenster trotz „tiling“ verändern. Wenn man sich mit dem Fenster einem Randbereich nähert, zeigt Cinnamon zudem den entsprechenden Bereich an.

Das neue Edge-Snapping haben die Entwickler von der X-Box abgeschaut: Es funktioniert wie das Edge-Tiling, maximierte Fenster überdecken aber nicht die andockten Fenster. Auf diese Weise soll man etwa Anzeigen zur Systemauslastung im Blick behalten.

Des Weiteren kann Cinnamon bei bestimmten Systemereignissen vorgegebene Töne abspielen. Neu ist auch ein Konfigurationstool, mit dem man Benutzer und Gruppen anlegen und verwalten kann.

Der Dateimanager Nemo arbeitet jetzt flotter. Verkleinert man das Fenster während einer Dateioperation, wie etwa einem Kopiervorgang, zeigt ein Symbol im Panel den Fortschritt an. Schließlich lassen sich MIME-Typen jetzt einfacher Dateiendungen zuweisen.

Mit der Version 2.0 löst sich Cinnamon von seinen GNOME-Wurzeln. So greift es zwar immer noch auf Werkzeuge und Bibliotheken aus dem GNOME-Projekt zurück, zum Betrieb von Cinnamon ist GNOME aber keine Voraussetzung mehr. Dies soll vor allem Portierungen vereinfachen.

Alle weiteren (kleineren) Neuerungen verraten die Release-Notes. Cinnamon 2.0 soll zunächst im kommenden Linux Mint 16 zum Einsatz kommen, anschließend wird es Backports für die Linux Mint Debian Edition und Linux Mint 13 LTS geben.

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