Chrome 64 bleibt stumm, Firefox 57 erhält verifizierte Kryptographie

Chrome 64 bleibt stumm, Firefox 57 erhält verifizierte Kryptographie

Neues von Chrome und Firefox

Tim Schürmann
15.09.2017 Der Browser Chrome gibt ab Version 64, die voraussichtlich im Januar 2018 erscheint, nur noch unter bestimmten Bedinungen automatisch Medien wieder. Die Entwickler von Firefox wollen zudem die Fehlerfreiheit der Kryptografiefunktionen verbessern.

Einige Internetseiten starten automatisch Videos oder Animationen ab. Chrome 64 wird diese Medien nur dann abspielen, wenn sie keinen Ton wiedergeben oder der Anwender explizit Interesse an den Medien gezeigt hat. Damit verhalten sich die Desktop- und Mobil-Ausgabe des Browsers in diesem Punkt identisch. Bereits ab Chrome 63 sollen Anwender die Audio-Wiedergabe komplett für einzelne Seiten abschalten können. Chrome merkt sich die entsprechende Vorgabe über Sessions hinweg.

Insbesondere die Implementierung von Verschlüsselungsalgorithmen muss möglich fehlerfrei sein, da ansonsten im schlimmsten Fall die Daten von Angreifern entschlüsselt werden könnten. Um die Fehlerfreiheit der Kryptografiefunktionen zu verbessern, arbeitet Mozilla mit INRIA und dem Project Everest zusammen. Dort hat man eine HACL* genannte Kryptografiebibliothek entwickelt, die sich mit formalen Methoden auf ihre Fehlerfreiheit verifizieren lässt. Diese Bibliothek übernehmen die Mozilla-Entwickler in Firefox (genauer gesagt, in die NSS und somit der Sicherheits-Engine von Firefox). Bislang ist jedoch erst einmal nur der Curve25519-Algorithmus verfügbar. Weitere Algorithmen sollen in den nächsten Monaten folgen.

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