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Office-Viewer in 2000 Zeilen

Cebit 2010: KOffice und FreOffice live erleben

03.03.2010 Das KOffice-Projekt zeigt in der Open Source Project Lounge der Cebit seine freie Office-Suite für den Desktop und dessen Variante für Maemo-Mobilgeräte.

"Open Office hat über 11 Millionen Zeilen Quelltext, KOffice nur 1,4" preist der schwedische KOffice-Entwickler Inge Wallin seine Software. Zudem, fügt er an, sei KOffice modularer: Die KOffice-Importfilter, die beispielsweise Microsoft-Formate verarbeiten, sind eigenständige Programme und lassen sich per Kommandozeile aufrufen oder in Skripten einsetzen.

In der Open Source Project Lounge in Halle 2 gibt das Projekt eine Vorschau auf Version 2.2 der Bürosuite, die im Mai fertig sein soll. An einem frisch aus dem tagesaktuellen Quelltext kompilierten KWord zeigt Wallin, was kommt: Tabellen in Textverarbeitungsdokumenten und verbesserte Importfilter für Microsofts .doc-, .ppt- und .xls-Formate. Die Unterstützung für Office-2007-Formate befindet sich allerdings noch in einem frühen Stadium.

Neben der Desktop-Ausgabe von KOffice ist am Stand auch der Office-Viewer Freoffice für Maemo-Mobilgeräte zu sehen. Er basiert auf den KOffice-Bibliotheken und war in rund 2000 Zeilen Code geschrieben, wie Inge Wallin stolz mit dem Kommando wc -l über das Quelltext-Verzeichnis demonstriert. Das Programm verwendet Maemo-Controls zum Blättern und Zoomen. Daneben bietet es eine Suchfunktion, bei der sich die Suchbegriffe mit der Tastatur von Mobilgeräten wie Nokias N900 eingeben lassen. Außerdem kann die mobile Applikation etwas, was das Desktop-KOffice nicht kann: Der Anwender kann mit Fingerstreichen über den Touchscreen das Dokument scrollen.

FreOffice steht unter LGPL und wurde im Auftrag Nokias von der in Magdeburg ansässigen KO GmbH entwickelt. Zu den drei Gründern der zwei Jahre alten Firma zählt auch Inge Wallin. Er betont, viele Verbesserungen für FreOffice seien dank der freien Lizenz aus der Community gekommen.

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