OSS-Informationsportal

Cebit 2010: Bund plant zentrale Anlaufstelle zu Open-Source-Fragen

Cebit 2010: Bund plant zentrale Anlaufstelle zu Open-Source-Fragen

Nils Magnus
08.03.2010 Bei der Bundesstelle für Informationstechik (BIT) in Köln will die Bundesverwaltung unter der neuen Bundes-CIO Cornelia Rogall-Grothe eine zentrale Anlaufstelle für Fragen zum Open-Source-Einsatz schaffen.

Mit im Boot des aus Mitteln des Investitionsprogrammes finanzierten Projektes sind das BSI und das Auswärtige Amt. Trotz eines Teilprojektes, das sich mit freien Softwarekomponenten befasst, wolle man jedoch keine neue Distribution zusammenstellen, erläuterte das BIT auf der Cebit gegenüber der Redaktion.

Im Bundesverwaltungsamt (BVA) sollen künftig Beratungsleistungen gebündelt werden. Dazu plant die dort untergebrachte BIT bis Mitte diesen Jahres ein Informationsportal aufzubauen, das sich sowohl an Behörden, aber auch an eine interessierte Öffentlichkeit wendet. "Unsere Aktivitäten sind nicht geheim", erklärte Christoph Spiegel vom Kompetenzzentrum in Hannover im Gespräch mit der Redaktion. Weitergehende Beratungsleistungen richten sich jedoch an die öffentliche Hand.

Dazu bündelt die Verwaltung Erfahrungswerte verschiedener Kompetenzträger, darunter Know-how aus dem Bundesamt für Sicherheit der Informationstechnik und dem Außenministerium. Ein Mitarbeiter, der die Linux-Migration im Auswärtigen Amt seit langem betreut, wurde beispielsweise als Projektleiter benannt, um konkrete Empfehlungen für Softwarezusammenstellungen zu geben, die sich im Behördeneinsatz bewährt haben. Das Auswärtige Amt setzt beispielsweise Open Office und OpenLDAP ein. Ob die Arbeit in einer eigenen "Bundesdistribution" mündet, wollte aber noch kein Mitarbeiter bestätigen.

Zuletzt waren Gerüchte über den zukünftigen Kurs der Bundesregierung aufgekommen, die in ihrem Koalitonsvertrag Open Source explizit erwähnte. Mitarbeiter der neuen IT-Beauftragten der Bundesregierung, Rogall-Grothe, die erst Anfang dieses Jahres als Bundes-CIO im Range einer Staatssekretärin im Bundesministerium des Innern von der Regierung ernannt wurde, hatten IT-Konsolidierungen als wichtiges Arbeitsziel der Verwaltung genannt. In Medienberichten war darüber spekuliert worden, ob dies eine Abkehr von Open Source bedeuten könne. Der Linux-Verband LIVE widersprach diesem Ansinnen und warb um einen Dialog.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

Artikelsuche
Erwin Ruitenberg, 09.10.2014 07:51, 1 Antworten
Ich habe seit einige Jahre ein Dugisub LinuxUser. Dann weiß ich das irgendwann ein bestimmtes Art...
Windows 8 startet nur mit externer Festplatte
Anne La, 10.09.2014 17:25, 4 Antworten
Hallo Leute, also, ich bin auf folgendes Problem gestoßen: Ich habe Ubuntu 14.04 auf meiner...
Videoüberwachung mit Zoneminder
Heinz Becker, 10.08.2014 17:57, 0 Antworten
Hallo, ich habe den ZONEMINDER erfolgreich installiert. Das Bild erscheint jedoch nicht,...
internes Wlan und USB-Wlan-Srick
Gerhard Blobner, 04.08.2014 15:20, 2 Antworten
Hallo Linux-Forum: ich bin ein neuer Linux-User (ca. 25 Jahre Windows) und bin von WIN 8 auf Mint...
Server antwortet mit falschem Namen
oin notna, 21.07.2014 19:13, 1 Antworten
Hallo liebe Community, Ich habe mit Apache einen Server aufgesetzt. Soweit, so gut. Im Heimnet...