CeBIT: Vorträge zu Softwarepatenten

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Ulrich Wolf
11.03.2005

Am Wochenende gibt es im LinuxForum auf der CeBIT zwei zusätzliche Vorträge zum Thema Softwarepatente, jeweils 17.15 am Samstag und am Sonntag. Am Samstag wird Andre Rebentisch vom FFII sprechen. Der Titel seines Vortrags lautet "Innovation schützen - Perspektiven für die europäische Debatteum Softwarepatentierung". Andre wird die Richtlinienvorschläge des EU-Parlaments und des Ministerrates gegenüberstellen und über die Konzepte des "Offenen Lobbying" für die Interessen freier Software und kleiner und mittlerer unternehmen referieren.

Am Sonntag spricht Peter Gerwinski, ebenfalls vom FFII, unter dem Titel "Software-Patente - Gefahr für den IT-Mittelstand" über die Konsequenzen und mögliche zukünftigen Entwicklungen bei der Einführung von Softwarepatenten.

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Kommentare
Demo ?
hubertus marek, Donnerstag, 17. März 2005 09:12:19
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War zur Cebit 2005 keine Demo [1] organisiert?

[1] http://www.callshop-interne...ft-software.com/html/demo.html



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Re: Demo ?
arebenti , Samstag, 19. März 2005 00:52:28
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Zunächst einmal sei die Frage gestellt, ob das sinnvoll und hilfreich ist. Ferner, wer ein mögliche Teilnehmer sein sollen. Zuletzt braucht es Organisatoren und eines geeigneten Ortes. Da fiele mir dann nur der Kröpke oder der Bahnhofsvorplatz ein.

Ich persönlich halte Demonstrationen nicht für ein geeignetes Instrument für das Anliegen. Die Demonstration anlässlich des LinuxTages war erfolgreich, aber sehr umstritten, insbesondere als ein wilder Idee-Flame zum Thema auf die Linuxtag core Liste schwappte, und die Organisatoren von "der Meute" zur Unterstützung gedrängt wurden. Das darf natürlich nicht sein, es muss eine klare Trennung zu entsprechenden geschäftlichen Aktivitäten von Inkubatoren vorliegen.

Im übrigen: Es geht ja nicht um eine "Protestbewegung" einer Minderheit, sondern um das Vertreten von Interessenlagen. Demonstrationen sind social events, gut auch als Anlass für Medien. Man muss nur sehr zurückhaltend damit umgehen. BSA und EICTA machen ja auch keine Kundgebungen. Es geht jetzt eher darum sich als seriöse Lobby in Brüssel zu profilieren als Krawall zu schlagen. Informationsveranstaltungen sind sehr gut geeignet ein wenig Licht in die Debatte zu bringen. Auch der sehr beliebte, kurzfristig organisierte Stand informierte viele Leute, die nicht am Heise-Newsticker kleben, in populären Form.

Was Herrn Marek betrifft, so äußerte er sich erstmalig hier im Forum ziemlich wirr zum Thema des MS-Patent-PR-Desasters (siehe Link). Ich will hier nichts unterstellen, nur so viel: ich bin es gewohnt, dass bei Vorträgen unschwer erkennbare Trolle das Wort ergreifen und irgend welchen Unsinn absondern. Normalerweise gebe ich den Leuten, bei denen ein externer Auftrag offensichtlich ist, immer meine Visitenkarte. Ich würde mich lieber mit ihren Auftraggebern unterhalten. Interessanterweise bin ich auf der Messe von einer Person angesprochen worden, die exakt das gleiche Webdesign wie die oben verlinkte Seite mit ebenso merkwürdigen Content bereit stellte. Ich halte Demonstrationen AUF der Messe, die in einigen Webforen kolportiert wurden, für eine ganz ganz dümmliche Idee, hinter der ich eine Diskreditierungsabsicht vermute. Gottlob hat es das nicht gegeben. Sonst müsste ich mich davon deutlich distanzieren.

[1] https://www.linux-community...49468&order=location#49468



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my_demo ./. your_demo ?
hubertus marek, Montag, 21. März 2005 12:22:35
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Eine Demo hilft, z.B. Gleichgesinnte kennen zu lernen, zu reden und Stress abzubauen. Der Eindruck auf Entscheidungsträger und Öffentlichkeit ist vermutlich gering und die Belastung für die Organisatoren hoch.
Als ich bei der Demo zum letzten Linuxtag mit eigenem (undezentem) Schild mitgemacht habe, habe ich mich geschämt, dass ich noch nicht aktiv geworden bin, als z.B. die Menschen in Nicaragua [1] eingesackt wurden. Erst als es mir als Softwareentwickler an die Wäsche ging, bin ich aufgewacht. Ich habe mich außerdem noch gefragt, ob ich mich mit meinem Schild [2] noch innerhalb des Mottos dieser Demo bewegt habe. Ich empfinde hierbei jede Anregung als hilfreich und ziehe mich bei mehrheitlicher Ablehnung zurück.

Wenn ich als „unschwer erkennbarer Troll“ nicht bereit bin, für meine Aussagen den Kopf hinzuhalten, so ist dies, als hätte ich die Aussagen gar nicht gemacht. Es ist schwer und teilweise wohl auch kontraproduktiv, wenn ich als Laie gegen Argumente und Methoden von Polit-Profis bestehen will. Aber können wir uns in der jetzigen Lage mit Sentenzen zurückziehen wie „Schuster bleib bei deinen Leisten“? Irgendwer wird es in Brüssel schon irgendwie richten – fragt sich nur für wie lange. Nach meiner Einschätzung ist auch einer zu gebrauchen, der zur falschen Zeit in ein verstimmtes Horn blässt, weil er bereit ist, die Zahl der (weichen) Ziele zu erhöhen, Reaktionen kennen lernt und auch lernt mit Druck umzugehen.


[1] http://www.derriere.de/Geschichte/Geschichte_03,08,03.htm
[2] http://www.callshop-interne...ft-software.com/html/demo.html



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