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CeBIT: SLED 10 - Novell zeigt den neuen Unternehmensdesktop

09.03.2006

Am ersten Tag der CeBIT zeigte Novell [1] die kommende Version des Desktop-Linux für Unternehmen. Dabei setzt der Konzern auf das Image der Marke Suse: Der Nachfolger des Novell Linux Desktop (NLD) heißt Suse Linux Enterprise Desktop (SLED) 10.

In seiner unterhaltsamen Demonstration schlüpfte Desktop-Entwickler Nat Friedman in die Rolle der Chefassistentin Monica und führte typische Bürotätigkeiten aus: Er benutzte Kalender und E-Mail in Evolution, Dokumente fand er mit Hilfe der Desktop-Suche Beagle. Die Novell-Entwickler haben ein neues Applet für die Gnome-Oberfläche geschaffen, dass das Standard-Menü von Gnome ersetzt. Es präsentiert den Büroangestellten übersichtlich die am häufigsten benutzten Anwendungen und Dokumente. Nach Aussage von Friedman wird SLED 10, das im Sommer 2006 berhältlich sein soll, Gnome 2.12 mit einigen Updates und Anpassungen verwenden.

Daneben hat Novell Open Office um rudimentäre Unterstützung für Microsoft Visual Basic erweitert: Das soll Firmen ermöglichen, bestehende Excel-Sheets ohne Anpassungen weiter zu verwenden. Die Entwickler haben die Skriptsprache allerdings nicht vollständig umgesetzt. Laut Friedman genügt in der Praxis eine Handvoll VB-Funktionen, die intern nach Starbasic übersetzt werden, um die meisten Dokumente nutzen zu können.

Daneben soll SLED 10 laut Novell die beste Active-Directory-Unterstützung aller Linux-Distributionen bieten und sich nahtlos in Microsoft-Infrastrukturen intergrieren. So soll es Windows-Arbeitsplätze nahtlos als Drop-In-Replacement ablösen.

CTO Jeff Jaffe sprach mit dem Linux-Magazin über die aktuelle Strategie des Konzerns: Man konzentriere sich derzeit auf die Bedürfnisse des normalen Büroangastellten, damit er nahtlos auf Linux umsteigen kann. Die Heimanwender sollen als Nebeneffekt von den Innovationen profitieren, beispielsweise von den neuen Effekten, die der 3D-Server XGL ermöglicht. Nach den Vorstellungen von Novell sollte jedes unternehmen Linux auf dem Desktop im Jahr 2006 evaluieren und in den Pilotbetrieb nehmen. Geht es nach dem Konzern, macht sich Linux dann 2007 und 2008 verstärkt auf den Unternehmensdesktops breit.

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