CeBIT: Magische WLAN-Karte

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Ulrich Bantle
09.03.2006

Die Software MagicMaps [1] dient Administratoren und Benutzern zur Ortung in WLAN-Netzen. Forscher der Humboldt-Universität zu Berlin [2] zeichnen für die Positionsbestimmung mittels WLAN-Access-Points verantwortlich. Das Prinzip: Die Java-basierte Software wertet die Signale von WLAN-Accesspoints und -Teilnehmern aus und bestimmt so die Position des mitgeführten Clients, etwa eines Notebooks.

Das verteilte Software-System besteht aus mehreren Komponenten. Das GUI markiert die Position auf einer Karte. Letztere muss der Anwender allerdings selbst erstellen, ein Gebäudeplan ist dabei hilfreich. Ein Stumbler übernimmt die Messung, etwa die der WLAN-Signalstärke. Ein Server verteilt die Daten zwischen den verschiedenen Knoten. Ist kein Server im WLAN-Netz eingerichtet, übernimmt die P2P-Kommunikation die Datenverteilung. Die Positioning-Engine berechnet aus den Daten die Position, wahlweise auf dem Server, dem Client oder verteilt auf den Rechnern. Ein Tracker übernimmt die Stellung eines Wächters und kann je nach Voreinstellung bei bestimmten Positionsdaten eine Aktion auslösen.

Als Anwendungen nennen die Informatiker der Universität etwa die Ortung von Gütern in der Logistik sowie die der Parkplatzplanung. Letztere Möglichkeit kommt bei einem Projekt der Verkehrsbetriebe Potsdam zum Einsatz. Vorteil gegenüber GPS. Die WLAN-Bestimmung funktioniert in geschlossenen und abgeschirmten Gebäuden besser und sei deutlich kostengünstiger. Die Genauigkeit der Positionsbestimmung liege im einstelligen Meterbereich.

Das System kann für Linux und Windows heruntergeladen werden [3]. Installationshinweise gibt es ebenfalls [4]. Vorausetzung für den betrie unter Linux ist, dass das Java Runtime Environment 1.5, Perl und die Wireless-Tools [5]installiert sind. Eine PDA-Ausgabe gibt es nur für Geräte mit Windows CE. In Hannover ist das System live in Halle 9 Stand B40 zu sehen.

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