Canonical verteidigt Dash-Suche

Canonical verteidigt Dash-Suche

"Vermischung von Privatem und Kommerziellem"

Anika Kehrer
16.10.2012 Die Vermischung von Privatem und Kommerziellem sei etwas Neues, fasst Cristian Parrino den Stand der Diskussion zusammen, Canonicals Chef für Online Services. Als First Mover habe man vielleicht nicht alles richtig gemacht, sich aber bereits der kritisierten Bereiche angenommen.

So sei der Traffic zwischen User-Client und Canonical-Server inzwischen verschlüsselt. Da das Latenzprobleme bei der Live-Suche nach sich zog, stehe hier in den kommenden Monaten noch Optimierungsarbeit an, schreibt Parrino im Canonical-Blog. Gleiches gelte für die Übertragung von Bildern: Bis auf weiteres stammen sie direkt von den Canonical-Partnern 7digital beziehungsweise Amazon, weil zum Beispiel die Amazon-API im Moment keine anderen Lösungen zulasse. Als Lösungsperspektive will die Ubuntu-Firma prüfen, ob sich nicht die Proxy-Lösung übernehmen lasse, die bereits bei der Websuche des Musik-Stores von Ubuntu One im Einsatz ist.

Besonderes Augenmerk liege weiterhin auf der Schwierigkeit, keine kommerziellen Produkte anzuzeigen, wenn der Anwender nach Software oder Anwendungen auf dem eigenen Rechner sucht. Immerhin würden nun Client- und Server-seitig einige Änderungen dafür sorgen, dass unerwünschte Suchergebnisse ausbleiben (NSFW - not suitable for work). Canonical weist darauf hin, dass bereits viele Fälle erfasst sein sollten, aber sicher noch nicht alle. Die Qualität von Suchergebnissen erklärt Canonical zu einem neuen Lernfeld von Ubuntu, etwa mit eigenen Sessions auf dem nächsten Ubuntu Developer Summit. Während des nächsten Veröffentlichungszyklus sollen zum Beispiel Filter dem Anwender zu mehr Kontrolle verhelfen. Bereits eingeführt wurde ein Schalter, um Online-Ergebnisse ganz auszublenden.

Der Canonical-Manager verteidigt aber auch den Versuch, Geld zu verdienen, damit Ubuntu nachhaltig bleibt. Das Dashboard von einer lokalen Suche zu einer orts- und zweckübergreifenden Suche weiter zu entwickeln, sei "herausfordernd, es ändert das Verhalten", so Parrino: "Aber Online-Commerce gehört zu unserem täglichen Leben. Mit der Dash entwickeln wir eine schnellere und schickere Art, mit Ubuntu Arbeit zu erledigen. Die Suche in 12.10 per default einzuführen, erkennt das an, und erlaubt uns, von deren Benutzung zu lernen."

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

Samsung VG-KBD1500 - Bluetooth-Tastatur mit Touchpad mit Xubuntu 16.04.2 LTS
Linux- & BSD-UserGroup im Weserbergland, 16.08.2017 19:16, 0 Antworten
Bin grad mit "meinem Latein am Ende" darum hier mal so in den Raum geworfen. Samsung VG-KBD1500 -...
Tails verbindet nicht mit WLan
Georg Vogel, 30.07.2017 15:06, 5 Antworten
Hallo zusammen! Habe mir von Linux Mint aus einen Tails USB-Stick erstellt. Läuft soweit gut,...
Genivi for Raspberry Pi 3
Sebastian Ortmanns, 28.07.2017 10:37, 1 Antworten
I try to build a Genivi Development Platform for Rasberry Pi 3. But I always get the failures bel...
Bash awk Verständnis-Frage
Josef Federl, 22.07.2017 17:46, 2 Antworten
#!/bin/bash # Skriptdateiname = test.sh spaltennummer=10 wert=zehner awk '{ $'$spaltennummer'...
Bash - verschachtelte Variablenersetzung, das geht doch eleganter als meine Lösung?
Josef Federl, 18.07.2017 20:24, 3 Antworten
#!/bin/bash #Ziel des Skriptes wird sein die ID zu extrahieren hier nur als Consolentest: root@...