Folgende Kurzmeldung ist auf Macnews zu lesen:
11:40 Uhr · Apple hat bereits im Februar 2007 den Code für das Drucksystem CUPS (Common Unix Printing System) übernommen und dessen Entwickler in die eigenen Dienste gestellt, wie ein Eintrag auf Cups.org zeigt. Das ursprünglich von Easy Software Products entwickelte System ist nicht nur in Linux-Distributionen im Einsatz, auch Apple verwendet es seit 2002 in Mac OS X. An der Lizenzierung werde sich laut Michael Sweet, dem Entwickler von CUPS, nichts ändern: Auch zukünftig sollen alle Anwender das Drucksystem plattformübergreifend unter General Public License (GPL2/LGPL2) erhalten.
Auch wenn es offiziell heisst, daß sich weder an der Lizenz noch am Plattformangebot etwas ändern wird, ist es fraglich, ob das auf Dauer so bleiben wird.
Fakt ist, daß Apple durch unterschiedliche Methoden schon so einige GPL-Applikationen unter seine eigenen Lizenzen bekommen hat. GCC wurde für das Apple-System von der Ursprungslizenz freigekauft, das Thema KHTML braucht man nicht noch einmal neu zu diskutieren und insgesamt ist zu beobachten, daß Apple bei den sonstigen genutzten UNIX-Komponenten im System einen weiten Bogen um GPL-Zeug macht.
Das Linux-Engagement geht gegen null und auch das Windows-Engagement ist beschränkt. Apple hat bereits mehrere Software-Unternehmen gekauft und daraufhin als erstes Versionen für alle Non-Apple Betriebssysteme gestrichen. Das Einzige, was Apple für Linux anbietet ist das Programm Shake, allerdings für den 10-fachen Preis. Auf diese Weise versucht Apple, die Nutzer von Applikationen an seine Hardware zu fesseln.
Ich zweifle daran, ob CUPS dauerhaft für Linux verfügbar sein wird.



