CD-Player auf Linux-Basis

CD-Player auf Linux-Basis

Tux spielt CDs

Tim Schürmann
25.03.2013
Die Firma Parasound hat einen CD-Player vorgestellt, in dem Linux auf einem Mini-ITX-Computer für guten Klang sorgt.

Der CD-Player mit dem Namen Halo CD 1 verfügt über ein CD-ROM-Laufwerk, mit dem das eingebaute Linux-System die Audiodaten von einer CD in vierfacher Geschwindigkeit einliest. Dies soll dem System genug Zeit geben, Fehler auf der CD zu korrigieren und so letztendlich den Klang verbessern.

CD-Player mit Linux-Antrieb (Quelle: http://www.parasound.com).

Laut einem Whitepaper (im PDF-Format) liest das Linux-System jeden Sektor auf der CD zwei Mal ein und vergleicht dann die Daten. Sofern Abweichungen auftreten, lädt das System den betroffenen Sektor solange neu, bis die Software entweder den Fehler korrigieren konnte oder sich der interne Puffer mit 30 Sekunden Musik zu leeren droht. Im letzten Fall versucht das System das defekte Sample zu isolieren und wendet dann darauf eine Interpolationsmethode an. Das Ergebnis soll ein „nahezu bit-perfekter Datenstrom“ sein. Das Whitepaper hebt zudem Linux als besonders „kugelsicher“ („Bulletproof“) hervor. Zudem gäbe es gegenüber Windows oder Apple OS nur eine geringe Wahrscheinlichkeit, dass das System abstürzen oder einfrieren würde.

Auch die weitere Ausstattung des Halo CD 1 dürfte viele Audiophile in Entzücken versetzen: Unter anderem verfügt das Gerät über optische, koaxial, BNC-, RCA- und XLR-Ausgänge. Das 44,1 kHz-Signal der CD wandelt der Halo CD 1 auf Wunsch in ein 352,8 kHz-Signal um. Im Betrieb soll das Gerät 45 Watt saugen, im Standby-Betrieb 0,5 Watt. Die High-End-Ausstattung schlägt sich allerdings auch im stolzen Preis von 4.500 US-Dollar nieder. Weitere Informationen zum CD 1 finden sich auf der zugehörigen Produktseite des Herstellers.

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