Bossa Conference 2008: Webkit überall

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Pablo Hess
20.03.2008

Die Gecko-Engine der Mozilla Foundation war bisher die Wahl, wenn es darum ging, HTML in eine Anwendung einzubetten. Mit dem sehr erfolgreichen Browser Firefox als Referenz, schien die Gecko-Engine ziemlich effizient Web-Inhalte auszuliefern.

Währenddessen startete das KDE-Projekt eine eigene Rendering Engine für Web-Inhalte (KHTML), die Apple nahm und in Webkit verwandelte. Diese angepasste Engine implementierte die Firma in ihren Webbrowser Safari.

Nach der Portierung von Safari (und damit auch von Webkit) auf die Windows-Plattform, zeigte sich, dass Apples Ausgabe der Engine sich ziemlich gut portieren lässt. Nun zeigte Alp Toker auf der Bossa-Konferenz 2008 in Brasilien zudem, dass Webkit über eine ausgezeichnete Performance verfügt und zugleich recht wenig Speicher beansprucht.

Bereit für Web 2.0

Toker wies weiter darauf hin, dass die Unterstützung von asynchronen I/O-Operationen auf künftigen mobilen Geräten ein Muss sei. Sie sei wichtig, damit Benutzer zukünftig in der Lage sind, auch mit Web-Anwendungen weiterzuarbeiten, wenn sie die Internetverbindung schließen (oder sie verlieren). Die Daten sollen sich dann synchronisieren, sobald die Verbindung wieder steht.

Webkit spielt zudem dank GStreamer HTML5-Videos ohne proprietäre Plugins. Zudem kann es einen momentanen Trend umkehren: Anstatt GUIs mit kleinen Web-Elementen zu nutzen, erlaubt es grafische Oberflächen, die komplett aus HTML5-Elementen bestehen. Die würden dann so aussehen, wie die eingesetzten Grafik-Toolkits, führte Alp in seinem Vortrag weiter aus. Er sprach von einem "absolut natürlichen Widget-Styling".

Webkit befinde sich momentan noch in starker Entwicklung - was nicht nur schlecht sei. Die Engine erfährt momentan noch eine Menge "projektweiter Überarbeitungen", die so auch gewollt sind, glaubt man jedenfalls den Entwicklern. Zu den interessantesten Portierungen gehört mittlerweile die auf OpenMoko – der Begriff tauchte während der Konferenz öfters auf. Probeweise kommt Webkit auch im OLPC-Projekt sowie in der E-Paper-Lösung iLiad zum Einsatz.

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