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Spielender Fortschritt

Blender 2.49: Verbesserte Game Engine und Panorama-Blick

02.06.2009 Blender 2.49 profitiert noch immer von den Erfahrungen, welche die Entwickler beim Erstellen von Big Buck Bunny und dem Blender-Spiel Yo Frankie! gemacht haben. Ein Großteil der Änderungen betrifft die Game Engine, die mit Video-Integration und einem Performance-Schub aufwartet.

"Während die eine Hälfte der Entwickler mit dem 2.5-Projekt beschäftigt war, werkelte die andere Hälfte fröhlich an direkt nutzbaren und sinnvollen Features für Blender", heißt es in der Ankündigung der neuen Blender-Version 2.49. Insbesondere hätten demnach die Veränderungen an der Game Engine zu einer stabilen und gut getesteten Variante der Software geführt.

Unter anderem lassen sich nun die mit der Game Engine geschaffenen Umgebungen mit Videotexturen ausstatten, wozu neben normalen Videodateien auch solche aus dem Internet dienen sowie gewöhnliche Bilder und Kamera-Aufnahmen. Über Filter lassen sich die eingebetteten Videos mit Effekten versehen. Ffmpeg lädt die Dateien im Hintergrund und ermöglicht die Nutzung von Quellformaten wie AVI, OGG und XVID, aber auch Video4Linux und DV1394.

Blenders Texturen unterstützen den Einsatz von Nodes, wodurch man Farben, Muster und andere Texturen zu einer neuen node-basierten Textur verknüpft. Die erzeugten Node Trees lassen sich auch als Pinsel einsetzen, sie entfalten ihre Pracht allerdings nicht in Echtzeit, sondern nur auf fertig gerenderten Bildern. 3D-Modelle lassen sich neuerdings direkt anmalen, ohne sich um das UV Mapping kümmern zu müssen. Details bleiben dabei unabhängig von der Bildschirmauflösung bestehen, egal wie weit der Anwender in das Bild hinein zoomt.

Auch einen Dome-Modus gibt es, der insbesondere interaktive Projekte bereichern könnte. In ihm stellt Blender eine 3D-Szene in einer anderen Ansicht dar, etwa in der Fischaugen-Perspektive, als 360-Grad-Ansicht oder als Kuppel. Eine Webseite zeigt die möglichen Ansichten. Nicht zuletzt erfuhr die Game Engine durch zahlreiche Verbesserungen am Code einen signifikanten Performance-Schub. Zu vielen dieser Neuerungen dürften auch Projekte wie das entwickelte Blender-Spiel "Yo Frankie!" beigetragen haben.

Das sind noch nicht alle Änderungen an der neuen Version. Blender 2.49 unterstützt nun JPEG2000, Python-Skripte, bringt eine verbesserte Spiele-Logik mit, eine polierte Python API, optimierte Boolean und Game Engine Modifier, eine aufgefrischte Bullet-Physics-Bibliothek und noch einiges mehr. Eine komplette Liste der Neuerungen bietet die Webseite an, Fehler in der aktuellen Version soll ein Update in ein bis zwei Wochen mitbringen. Wer Blender 2.49 installieren will, wartet, bis das Update die üblichen Paketquellen erreicht oder entpackt das Archiv aus der Download-Sektion des Blender-Auftritts, das es für 32- und 64-Bit-Rechner gibt. Auch ein Debian-Paket für Ubuntu 9.04 bietet die Projektseite an.

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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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