Mit etwas Verspätung gegenüber der ursprünglichen Roadmap hat das openSUSE-Projekt die letzte Beta-Version von openSUSE 11.0 mit Kernel 2.6.25, KDE 4.0.4 und Gnome 2.22 bekanntgegeben. Als Releasetermin für die finale Version ist weiterhin der 19. Juni geplant.
Die Verschiebung der Beta3 ergab sich nicht etwa durch technische Schwierigkeiten, sondern durch den zusätzlichen Feiertag an Pfingsten. Auf der openSUSE-Roadmap-Seite wurde der Termin bereits korrigiert.
Wichtigste Neuerungen
Folgende zentrale Pakete erfuhren Neuerungen gegenüber der Vorgängerversion
- Kernel: 2.6.25.3
- Cmake: 2.6
- Evolution: 2.22.1.1
- Qt: 4.4
- KDE: 4.0.4
- KDEPIM: 4.0.73
- Wine: 1.0rc1
Ein sehr nettes Feature hielt schon mit Beta2 Einzug in OpenSuse ,ist aber bis jetzt nur über die Mailingliste dokumentiert: Drücken Sie im Boot-Dialog die Taste [F9], spricht openSUSE 11.0 die einzelnen Menüeinträge über den integrierten Lautsprecher vor.
Zu den am meisten störenden Fehlern gehört, dass die NVIDIA-Treiber sich nicht übersetzen lassen. Hier gibt es aber einen Workaround. Der KDE-4-Loginmanager verweigert zudem manchmal den Login, da die Tastatur nicht aktiv ist. Besonders auf der Hut sein sollten Notebook-Nutzer. Durch einen Bug im Powermanagement takten sich die meisten Prozessoren nicht automatisch herunter, wenn sie nichts zu tun haben. Das kann bei mangelnder Lüfterleistung zu einer Überhitzung der CPU führen, und der Rechner schaltet sich unter Umständen automatisch aus.
Beta 3 ist die letzte Beta-Version von openSUSE 11.0. ISO- und Bittorrent-Dateien erscheinen in Kürze auf [1]. Der erste Release-Kandidat erscheint am 29. Mai auf den FTP-Servern, der interne Goldmaster ist auf den 12. Juni angesetzt. Zum freien Download will ihn Novell am 19. Juni bereitstellen.
Update: Die Beta 3 macht in ersten Tests einen sehr guten und vor allem stabilen Eindruck. Das Paketmanagement mit Zypper ist wirklich sehr schnell geworden.
[1] http://download.opensuse.org/distribution/11.0-Beta3/iso/







Mittlerweile stehen die Pakete zum Download bereit.
Bin mal gespannt ob dieses mal die Fehler bei der Installation (Netzwerkkarten Konfiguration, Verschlüsselte Dateisysteme, NIS/MFS-Support, …) schon behoben wurden.
Insgesamt macht die neue Version aber wieder Hoffnung, eine gute und zuverlässige Distribution zu erhalten, wenn die kleinen (bei einer Beta üblichen) Problemchen gelöst werden.
PS: Habe bisher alle Versionen ab der Alpha 1, Testweise installiert. Ciao
Ulf