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Bald kostenloses Windows?

Max Jonas Werner
16.11.2005

Microsoft stellt offenbar Überlegungen an, einige seiner Softwareprodukte kostenlos zur Verfügung zu stellen. Dies berichtet der Newsdienst CNet [1] unter Berufung auf ein Microsoft-internes Dokument. Selbst das Betriebssystem Windows könnte womöglich in Zukunft kostenlos daherkommen. Die Software soll dann durch Werbung finanziert werden.

"Mit steigenden Einnahmen durch Web-Werbung und gleichzeitig fallenden klassischen Verkaufserlösen müssen wir werbefinanzierte Versionen unserer Software in Betracht ziehen", schreiben Microsoft-Forscher und ein MSN-Mitarbeiter in dem Dokument.

In letzter Zeit sieht sich Microsoft einer immer schneller wachsenden Konkurrenz gegenüber. Mit neuen Diensten wie Windows Live und Office Live versucht der Softwarehersteller, die Einbußen beim Verkauf seiner Produkte wett zu machen.

Kommentare
Re: Bald kostenloses Windows?
Benjamin Quest, Donnerstag, 17. November 2005 16:49:45
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Es ist ein Konzeptpapier. Aber spielen wir das Gedankenexperiment mal durch: MS-Office wird Ad-ware :
Nach meinen Beobachtungen wird Adware entweder gecrackt und das mit noch geringerer Hemmschwelle, als "normale" Kaufsoftware, weil die Ad-ware ja nichts gekostet hat und man einem kostenlosen Produkt eben nicht immer den Respekt zollt, den der Werbeträger vielleicht verdient hätte. Oder aber die Ad-ware wird "mundtot" gemacht (Spybot und Co KG lassen auch legal grüßen, in dem Falle wahrscheinlich eher halblegal), oder die Ad-ware wird als nervig empfunden und man benutzt was anderes.

Die Akzeptanz eines nach Hause oder zum Ad-Server funkenden Softwarepakets ist ohnehin gering, ein Firmeneinsatz solcher Software dürfte völlig ausgeschlossen sein. Für all diese Fälle muß es die werbelose Bezahl-Variante sowieso geben. Gewinner werden alleine die PC-Zeitungsverlage sein (Titel: Windows werbefrei, wir zeigen alle Tricks).

Gedankenexperiment: Windows wird Ad-ware :
Etwas interessanter vielleicht, aber im Grunde das gleiche Spiel wie oben mit der Ausnahme, daß ein Austausch gegen Linux etwas schwerer fällt als ein Wechsel des Office-Pakets alleine. Ad-ware und Spy-ware gibt es ohnehin schon genug unter Windows, und da Sony ja nun auch schon per Audio-CD Rootkits installiert und dafür gerade anfängt hoffentlich mächtig eins auf die Finger zu bekommen, sehe ich ein Ad-ware Windows als durchaus geeignet an, das ohnehin nicht durch besonders inniges Vertrauen gezeichnete Verhältnis der Kunden mit Microsoft nocheinmal nachhaltig zu verschlechtern.

Fazit: wenn es nach mir geht, sollen sie nur machen. Opera hat es gerade genau andersherum gemacht. Durch Technik überzeugt und im Services und Embedded Markt soviel geleistet, daß sie den Browser jetzt verschenken.

Es ist ein Konzeptpapier, weiter nichts.

Wenn Google hingegen ein Webbasiertes Office-Paket anbietet ist das ein anderer Schuh, von Google weiß man, daß sie Werbefinanziert sind, man ist durch die Suche und viele auch durch Gmail bereits in dieser Richtung "trainiert". Zumal die Software im Web ein paar andere Vorteile hat: sie wird zentral gewartet, sie stellt auf dem eigenen Rechner kein großes Sicherheitsrisiko dar und man kann sie wohl schlecht als Spyware bezeichnen. Eins ist jedenfalls klar, Microsoft muß sich für die Zukunft etwas einfallen lassen.
Benjamin


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Re: Bald kostenloses Windows?
Detlef Schäbel, Donnerstag, 17. November 2005 07:43:29
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Ich hab doch schon mal irgendwo gelesen:

"Diese Speicherschutzverletzung wird Ihnen präsentiert von ...., eine Perle der Natur"

;-)




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MS Ad Services
Christian Berg, Dienstag, 22. November 2005 15:14:10
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Das passt ja alles ins Konzept!
Win XP mit SP2 bietet Popupblocker für den IE an. Dazu gibt es ein kostenfreies Adware Removal Tool.
Zu viel Werbung irritiert und lenkt ab.
Also wird mit Vista nur mehr Werbung angezeigt die den Windows Logo Test bestanden hat. Schließlich könnte nicht Zertifizierte Werbung die Stablität ihres Systems gefährden.

Das einzige was dagegenspricht ist die Popup Werbung auf MSN.at die vom IE gestoppt wird. Das sieht dann doch nach mangelnder Konzern-Kommunikation aus. Wie bei Sony.


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