Austauschbare Open-Hardware-Rechnerkarte sucht finanzielle Unterstützer

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Umweltfreundliche EOMA68-Computer

Tim Schürmann
20.07.2016 Der EOMA68-Standard beschreibt eine offene Hardware-Architektur. Auf dieser Basis hat Luke Kenneth Casson Leighton einen Mini-Rechner in Form eines kleinen Steckmoduls entwickelt. Für die Produktion sammelt er zusammen mit Christopher Waid derzeit per Crowdfunding Geld.

Der Kern des Projekts besteht aus einem kleinen Modul im Format einer PCMCIA-Karte, das den eigentlichen Prozessor enthält. Diese „Computer Card“ lässt sich dann wiederum in Notebook-Gehäuse oder ein kleines Mini-PC-Gehäuse einschieben. Veraltet die Hardware, muss man im Idealfall nur die Computer Card austauschen. Dabei ist die komplette Hardware „Open Source“, alle Bau- und Schaltpläne sollen veröffentlicht werden.

Luke Kenneth Casson Leighton und Christopher Waid wollen zunächst zwei Computer Cards produzieren, die jeweils einen Allwinner A20 Dual-Core ARM Cortex A7-Prozessor besitzen. Sie verfügen über 2 GByte Haupt- und 8 GByte Flashspeicher. Die Computer Card besitzt zudem eine Micro-HDMI-Schnittstelle, über die sich ein zweiter Monitor anflanschen lässt. Des Weiteren gibt es einen Micro-USB-OTG-Anschluss sowie einen Micro-SD-Kartenslot. Beide Computer Cards scheinen sich technisch nur durch das installierte Betriebssystem zu unterscheiden: Während auf der einen Parabola GNU/Linux zum Einsatz kommt, werkelt auf der anderen Debian. Die erste Variante „Libre Tea Computer Card“ ist zudem von der Free Software Foundation zertifiziert.

Zusätzlich benötigt man ein Gerät, in das man die Computer Card einstecken kann. Luke Kenneth Casson Leighton und Christopher Waid bieten derzeit ein „Micro Desktop Housing“ und ein 15,6-Zoll „Laptop Housing“ an. Letztgenanntes ist ein recht kantiges Notebook mit 15,6-Zoll-Bildschirm, der eine Auflösung von 1366 x 768 Pixeln bietet. Es gibt eine QWERTY-Tastatur, drei USB2-Ports, ein Micro-SD-Kartenslot, sowie eingebaute Lautsprecher und ein Mikrofon. Unterhalb der Tastatur sitzt noch ein 4,3 Zoll großes Touchpad.

Das Micro Desktop Housing hat die Größe und das Aussehen einer kleinen Holzschachtel. Es bietet zwei USB2-Ports, einen VGA-Anschluss, und einen Micro-SD-Slot.

Um Ihre Vision umsetzen zu können, sammeln Luke Kenneth Casson Leighton und Christopher Waid derzeit Geld über die Seite Crowdsupply.com. Für einen ersten Produktionslauf benötigen die beiden mindestens 150.000 Dollar. Wer mindestens 65 Dollar überweist, erhält eine Computer Card. Das „Micro Desktop Housing“ gibt es ab 55 Dollar, das Notebook-Gehäuse ab 450 Dollar.

Wie bei jeder derartigen Crowdfunding-Kampange besteht auch hier immer die Gefahr, dass das Projekt nicht realisiert wird.

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