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Außergewöhnliche Bilder auf Knopfdruck

Jan Rähm
07.01.2008

Mit LightZone aus der Softwareschmiede LightCraft erweitert sich die Palette der Bildbearbeitungsprogramme unter Linux um eine weiteres, wenn auch nicht kostenfreies Tool. LightZone sieht sich nicht als Konkurrenz zu Gimp oder gar Photoshop, sondern als einfach zu bedienende Ergänzung, wenn andere Bildbearbeitungsprogramme an ihre Grenzen stoßen. Das Programm wartet mit verschiedenen Stilen auf, die sich in mehreren Ebenen über die zu bearbeitenden Bilder legen lassen. Auch intelligente Werkzeuge kommen auf diesem Weg zum Einsatz. Die Dialoge und Einstellungsboxen zu den Werkzeugen erklären sich erfreulicherweise von selbst. Alles, was sich nicht auf den ersten Blick erschließt, findet der Benutzer mit nur wenigen Klicks selbst heraus.

Als besonderes Highlight von LightZone gelten die HDR-Modi. HDR steht für High Dynamic Range und bezeichnet Bilder, deren Kontrastverhältnis besonders hoch ist. Normalerweise benutzen Fotografen für die Erstellung solcher Bilder mehrere Fotografien, die sie jeweils unterschiedlich belichten. Mit speziellen Plugins oder Programmen legen sie dann die Bilder übereinander und passen sie an. Dabei entstehen am Ende Fotos, die geradezu surreal wirken und eine ganz eigene Faszination ausstrahlen. Eine Vielzahl an Beispielbildern stehen unter lens-flare.de zur Ansicht bereit.

Bei LightZone genügt ein Bild, das die Software in ein HDR-Bild umwandelt. Die Ergebnisse können sich durchaus sehen lassen, wenn sie auch an aufwändig erstellte HDR-Bilder professioneller Fotografen nicht heran reichen.

Der integrierte Bild-Browser erleichtert die Auswahl und zeigt Bildinformationen an. Der Crop-Modus hilft bei der Bildkomposition. Der Berliner Hauptbahnhof, nachdem der ZoneMapper und HDR-Werkzeuge angewandt wurden.

Der ZoneMapper ist eine weitere Besonderheit. Über das Werkzeug lassen sich einzelne Bereiche des Bildes schnell und einfach aufhellen oder abdunkeln. In 16 Abstufungen kann man die Werte einzeln oder in Gruppen zusammengefasst verändern. Auch Anfänger kommen mit diesem Tool schnell zurecht, da sie keine genaue Kenntnis von Histogrammen benötigen.

Alle Veränderungen am Bild nimmt LightZone nicht-destruktiv vor. Das heißt, das Original wird während der Bearbeitung nicht verändert, sondern eine Kopie in "/tmp" angelegt. Tritt beim Anwenden ein Fehler auf, befindet sich das Originalbild in Sicherheit.

LightZone läuft unter Linux (noch als Beta), Mac OS X und Windows. Eine 40-Tage-Testversion kann man nach der Registrierung von der Hersteller-Website herunterladen. Die Basis-Version mit eingeschränkten Möglichkeiten kostet 111,02 Euro. Die Vollversion schlägt mit satten 185,06 Euro zu Buche.

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