Mit KDE 4.6

Ausblick auf Opensuse 11.4

Ausblick auf Opensuse 11.4

Markus Feilner
21.10.2010
Die nächste Suse-Version kommt mit der KDE-Desktopumgebung in Version 4.6 und hat auch sonst einige Neuerungen zu bieten.

Novells KDE-Entwickler Will Stephenson hat auf der Opensuse-Konferenz in Nürnberg die wichtigsten Neuerungen gezeigt: Die Desktop-Aktivitäten (Activities) sind demzufolge jetzt auch für Endkunden verwendbar und standardmäßig tiefer integriert als bisher. Sie seien, so Stephenson, "eine großartige Möglichkeit, Tasks im Überblick zu behalten. Wie voll ist Ihre Taskbar? Die meisten User haben immer mehr als acht oder zehn Anwendungen offen - da ist die Fensterleiste nicht mehr das richtige Tool." Die Activities integrieren sich direkt in X-Windows, wobei Kwin das Management übernimmt.

Sowohl der Bluetooth-Client als auch das Netzwerkmanagement haben die Entwickler komplett überarbeitet, die Bluetooth-Anwendung sogar vollständig neu programmiert: sie unterstützt jetzt auch DUN- und PAN-Einwahl. Das Netzwerkmanagement soll (aus Sicht mancher Anwesender: leider) den Knetworkmanager nicht ersetzen, sondern um eine Plasma-UI ergänzen. "Was dann im Knetworkmanager nicht funktioniert, wird damit auch nicht klappen", stellt Stephenson fest. Dafür gibt es einen Mobile Broadband Wizard und die Integration der neuen Bluetooth-Netzwerkfunktionen.

Damit nicht genug: Unter Suse 11.4 wird KDE auch besseren Multi-Display-Support und eine verbesserte Audio-Implementierung bekommen. Pulseaudio sei jetzt ausgereift und integriert, das Phonon-VLC-Backend entstand zusammen mit den "Jungs von Packman". Kontact und KDE-PIM sei ebenfalls komplett überarbeitet und in Version 4.4 erstmals mit komplettem Akonadi-Stack enthalten. Auch Telepathy, Koffice und Digikam seien in neuen Versionen dabei.

Besonders für Entwickler interessant ist die Möglichkeit, komplette Programmpakete parallel nebeneinander zu installieren, zum Beispiel um mit KDE 4.5 zu arbeiten, aber KDE 4.6 zu testen.

Daneben gab es unter dem Titel "Keynote: The desktop and the cloud - thoughts about freedom" erstmals eine gemeinsame Keynote von Gnome und KDE auf der Opensuse-Konferenz. Cornelius Schumacher, Präsident des KDE e.V, und Vincent Untz, ehemaliger Präsident der Gnome Foundation, gaben sich die Ehre, eine gemeinsame
Keynote rund um die Wolke und deren Implikationen für den Linux-Desktop zu
halten. Neben der Geschichte und Zukunft der beiden führenden Linux-Desktops stand die gemeinsame Vision eines Free Desktop und das Projekt Owncloud im Mittelpunkt der Präsentation.

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