Rückzieher von Asustek

(c) gizmodo.com
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Asus legt Android-Eee-PC von Qualcomm vorerst auf Eis

Marcel Hilzinger
02.06.2009 Am Montag stellte Qualcomm den neuen superflachen Eee-PC mit Snapdragon-Chipsatz und Xandros bzw. Android der Öffentlichkeit vor. Doch die Freude hielt nicht lange an.

Das System sei noch nicht markreif, soll Jonathan Tsang, stellvertretenderVorsitzender bei Asustek, am Rande einer Pressekonferenz laut einem Artikel der Computerworld gesagt haben. Dann soll er noch hinzugefügt haben, dass die Entwicklerressourcen von Asus beschränkt seien und das System deshalb keine Priorität genieße.

Zur Not könnte man dieser Ausrede noch Glauben schenken, doch es kommt noch besser: Jonney Shih, der Chef von Asus persönlich, entschuldigte sich gestern auf einer Pressekonferenz dafür, dass der Eee-PC mit Android gezeigt wurde, wie Gizmodo berichtet:

"Um ehrlich zu sein, die erste Frage, es tut uns Leid, wenn Sie sich den Asus-Stand anschauen, wir haben uns entschieden das Produkt nicht zu zeigen. Ich glaube, Sie haben das Produkt vielleicht am Qualcomm-Stand gesehen. Ich glaube das ist eine Firmententscheidung, dass wir dieses Gerät vorerst nicht zeigen möchten. Das kann ich Ihnen vorerst sagen. Ich möchte mich dafür entschuldigen."

Da fragt man sich natürlich gleich, bei wem er sich denn entschuldigen möchte? Wohl bei dem ebenfalls auf der Bühne stehenden OEM Vice President Steven Guggenheimer von Microsoft und vielleicht auch noch bei Sean Maloney, seines Zeichens Vizepräsident bei Intel. Maloney und Guggenheimer standen auf der Bühne, um Ihre weitere Zusammenarbeit mit Asustek zu bekräftigen und da passt zumindest für Microsoft kein Linux-Netbook ins Spiel, Intel ist es vermutlich egal.

Denn der Qualcomm-Eee-PC sieht nicht nur verdammt gut aus, sondern er kostet auch deutlich weniger als die Intel-Modelle mit Windows und kommt zudem ohne Lüfter aus und spielt 720p-Videos problemlos ab. Da möchte sich Microsoft das Weihnachtsgeschäft natürlich nicht durch einen Konkurrenten von Asus selbst verderben lassen und hat wohl die Notbremse gezogen. Darüber freuen dürfte sich Acer: Acer hat bereits ein Android-Netbook für das dritte Quartal zugesagt.

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Kommentare
Intel ist es egal?
Daniel Kottmair, Mittwoch, 03. Juni 2009 12:10:23
Ein/Ausklappen

Das kann ich mir kaum vorstellen. Bitte dran denken, wegen welchen mehr als zweifelhaften Geschäftspraktiken, die teilweise fast schon den Strafbestand der Erpressung erfüllen (man erinnere sich, als damals bei Einführung des Athlon sich die MoBo-Hersteller nicht trauten, Motherboards für den Chip, den alle wollten, zu produzieren, weil Intel mit verzögerten Chipsatz-Lieferungen drohte!) Intel gerade vor Gericht steht...

"Only the paranoid survive" - Motto & Titel der Autobiografie von Andy Grove, Intel-Gründer


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