Gerüchte über Steam für Linux erhärten sich

Fotolia.de, binage
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Arbeitet Valve bereits an Steam für Linux?

Tim Schürmann
03.12.2008 Offenbar arbeitet der Half-Life Entwickler Valve Software bereits an einem Linux-Client für seine Verkaufsplattform Steam. Darauf deuten zumindest einige Dateien, die ein Leser der Internetseite Phoronix im Windows-Spiel Left 4 Dead entdeckt hat.


Die Testversion (Demo) des Spiels enthielt laut Phoronix verschiedene Linux-Bibliotheken, darunter sogar eine mit dem Namen "steamclient_linux.so", die laut Phoronix weder der Windows-Client, noch eine Linux Server Version benötigen würden. Mittlerweile soll das entsprechend bestückte Left-4-Dead-Demo wieder von Valves Servern verschwunden sein, in der Vollversion des Actionspiels fehlen die Linux-Dateien ebenfalls.

Über die Steam-Plattform vertreibt Valve in erster Linie seine eigene Spiele, zunehmend jedoch auch Produkte von Drittherstellern. Darüber hinaus ermöglicht sie eine vereinfachte Wartung, sowie die Kommunikation der Spieler untereinander. Gleichzeitig fungiert Steam noch als Dreh- und Angelpunkt einer restriktiven Rechteverwaltung: Damit ein hierüber verkauftes Spiel überhaupt startet, ist eine
Registrierung und Aktivierung bei Valve erforderlich. Der Zugriff auf Steam erfolgt dabei über eine spezielle Client-Software, die es derzeit jedoch nur für Windows gibt. Eine Umsetzung auf Linux wäre folglich ein erstes Anzeichen dafür, dass über Steam zukünftig auch (kommerzielle) Linux-Spiele angeboten werden.

Genährt wird dieses Gerücht vor allem durch zwei offizielle Ankündigungen in der nahen Vergangenheit: Zunächst hatte Valve Software in einer öffentlichen Stellenausschreibung nach einem Softwareentwickler mit Linux-Erfahrung gesucht, der "Windows basierte Spiele auf die Linux Plattform portiert".

Im Mai dieses Jahres kündigte dann noch Vince Desiderio vom Spielehersteller Running with Scissors in einem Interview an, den dritten Teil der in Deutschland teilweise indizierten Serie Postal auch für Linux zu veröffentlichen. Das Spiel selbst beruht auf der Source Engine von Valve, die wiederum den Unterbau zahlreicher weiterer Actionspiele bildet. Würde Valves Engine auch auf Linux umgesetzt, könnte das folglich den Weg für viele weitere bekannte Spiele auf Linux frei machen.

Valve selbst hat sich bislang noch nicht offizell zu seinen Linux-Ambitionen geäußert. Ob Linux tatsächlich in Zukunft über Steam mit hochkarätigen Spielen versorgt wird, bleibt somit abzuwarten.

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Kommentare
Na Endlich
Zettmaster (unangemeldet), Donnerstag, 04. Dezember 2008 22:56:52
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Das wird auch mal Zeit das die ständige Ignoranz der Spieleindustrie gegen Linux aufhört. Gerade Linux ist momentan in aller Munde.
Der kleine Linux Port pro Komerziellem Computerspiel sollte sich auf jeder Herstellerseite finden. Hoffentlich stimmt das auch und wird nicht wieder von der Fensterfirma im Keim erstickt...

MfG


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