Androidpit füttert Smartpad mit Apps

Androidpit füttert Smartpad mit Apps

Boxenstopp

Anika Kehrer
29.07.2010 Das Android-Portal Androidpit.de ist offizieller App-Store für das Smartpad der 1&1 Internet AG.

Zweck der Zusammenarbeit sind nach eigenen Angaben getestete, qualitative Anwendungen für Internet-Tablets mit Android aus dem Hause 1&1. Für die qualitative Filterung setzt der in Montabaur ansässige ISP auf die 35.000 angemeldeten Forenbenutzer, Testschreiber und Bewertungen aus der Androidpit-Community. Bis Ende des Jahres sollen 1.000 geprüfte Anwendungen aus dem Androidpit-Fundus für die Benutzer des Pads bereit stehen. Für die Filterung sorgt die hinter Androidpit stehende Fonpit AG in Zusammenarbeit mit 1&1 und der auf dem Pad vorinstallierten Market-Software "1&1 Store".

Das Smartpad mit Android von 1&1 gibt es seit Juli kostenlos für Neukunden und für 300 Euro für Bestandskunden.

Seit Juli vertreibt 1&1 das Internet-Tablet namens Smartpad an Neu- und Bestandskunden. Grund für den 1&1-Store ist nach Unternehmensangaben die fehlende Verfügbarkeit für Tablet-Apps: "Android unterstützt in der derzeitigen Version generell noch keine Apps für Tablets", so eine Sprecherin von 1&1 gegenüber der Redaktion. "Daher hat sich 1&1 für einen eigenen Market, den 1&1 Store, entschieden, um diesem Mangel Abhilfe zu schaffen und natürlich obendrein noch besonderen Service zu bieten bezüglich Tests und Community."

"Wir wollen der größte Anbieter für Android Apps neben Google werden", erweitert Fonpit-Fabien Röhlinger aus Berlin die Perspektive. Der Betreiber ist sich bewusst, dass der 1&1-Store zur Fragmentierung der Appstore-Landschaft beiträgt, wie er im Unternehmensblog schreibt. Aber auch die Community selbst findet anscheinend Gründe gegen den offiziellen Android Market.

Das Download- und Communityportal Androidpit gibt es natürlich auch als App.

Android-Market-Kritiker führen als Grund für die Zersplitterung an, dass der Google-Market übervoll und dazu noch eher quantitativ als qualitativ orientiert sei. Es gibt in der Tat sogar schon eigene, von klaren oder unklaren Anbietern betriebene Suchmaschinen für den Market. Weitere Konkurrenz-Shops für Android sind zum Beispiel das vom britischen Funky Android Limited betriebene Andappstore.com und Slide Me von der gleichnamigen Firma aus Washington.

Auf Tablets spezialisierte oder nach Gerätetypen unterscheidbare App-Portale gibt es nach aktuellem Wissensstand dagegen wenige. Lediglich noch das Archos-Tablet setzt auf den französischen Alternativ-Market Appslib.

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Kommentare
Naja
Bailamo (unangemeldet), Dienstag, 03. August 2010 11:35:02
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Als einziger Grund für 1&1 einen eigenen App-Store zu betreiben ist wohl ganz klar anzugeben, dass die Hardware des Smartpad den offiziellen Google-Store nicht zulässt. Hier gibt es Mindestanforderungen, die 1&1 nicht einhält, um ein möglichst billiges Gerät an den Mann zu bringen.
Und was AndroidPIT angeht, sagt dieser Fabien Röhlinger nur zu oft wie unabhängig sie seien. Tatsächlich gehört die Firma ehemaligen 1&1 Vorständen und Herr Röhlinger war selbst bei 1&1. Der einzig lustige Lichtblick ist, dass Herr Röhlinger oft als "Vorstand der FonPit AG" erwähnt wird. Einer Firma mit ca 2 Mitarbeitern.. Interessant ist auch zu sehen, dass hier von "Wir wollen der größte Anbieter für Android Apps neben Google werden" die Rede ist, wohingegen in der Community beständig beteuert wurde, nicht mit Google in Konkurrent treten zu wollen. Das lässt eine gewisse Diskrepanz zwischen dem erkennen, was gewollt ist und dem, was kommuniziert wird.


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