Ein Entwicklerteam hat auf Venturebeat.com gezeigt, dass man Googles Android auf Netbooks zum Laufen bringt. Viele Seiten spekulieren nun, ob dieses oder nächstes Jahr die ersten Google-Netbooks auf den Markt kommen. Doch neben dem einfachen Erfolg zeigt der Artikel auch klar die Grenzen einer schnellen Portierung auf.
Beim Team, dass Android auf dem Eee-PC 1000H installiert hat, handelt es sich nicht um irgendwelche Hacker, sondern professionelle Programmierer, die sich auch sonst aktiv an der Android-Entwicklung beteiligen. Nachdem die Entwickler in der Google-Gruppe Android Porting gelesen hatten, dass Dima Zavin das Google-OS auf einem Eee-PC 701 installiert hatte, wollten sie es selbst ausprobieren, und so schafften sie es laut eigenem Bericht innerhalb von vier Stunden, das Betriebssystem auf einem 1000-er Eee-PC zu installieren.
Die größte Arbeit bestand dabei darin, den auf den ARM-Prozessor optimierten Code an die x86-Architektur des Intel-Atom-Prozessors anzupassen. Dazu hatte die Google-Gruppe schon viel Vorarbeit geleistet, so gibt es praktisch fertige Anleitungen. Treiber musste das Team keine zusätzlichen schreiben, da der aktuelle 2.6-er Kernel alle benötigten Module mitbringt.
Angesichts der vielen Anfragen, wann man mit einem Google-Netbook rechnen könne, hat Matthaus Krzykowski auf der Venturebeat.com-Seite nun auch klargestellt, dass der Weg zu einem kompletten Android-Netbook noch weit ist. Dies hängt unter anderem damit zusammen, dass Android keinen X-Server benutzt, sondern mit dem Framebuffer-Treiber arbeitet. Für die 2D/3D-Beschleunigung sind somit für jede Grafikkarte spezielle Treiber nötig, und Anwendungen, die einen X-Server voraussetzen (die meisten grafischen Programme), müssten ebenfalls angepasst werden.



