Noch'n Tablett

Android-Tablet "Flyer" von HTC

Android-Tablet "Flyer" von HTC

Anika Kehrer
15.02.2011
Das erste Android-Tablet von HTC bringt zwei Kameras mit.

Das kapazitive Sieben-Zoll-Tablet mit der Auflösung 1024 x 600 Pixel bringt einen Qualcomm-Prozessor zu 1,5 GHz und 32 GByte Speicher mit. An USB-Schnittstellen ist ein Mikro-USB-Steckplatz an Bord sowie zwei Kameras - eine an der nutzerzugenwandten Seite (1,3 Megapixel) und eine auf der Rückseite (5 Megapixel). Die Rückkamera soll Autofokus, Blitz und Gesichtserkennung beherrschen. Der Speicher lässt sich mittels Micro-SD-Karte um bis zu 32 GByte erweitern und gibt seinen Inhalt über HDMI an HD-Abspielgeräte weiter. Funksignale versteht das Flyer mittels HSPA+, GPS, Bluetooth und WLAN b/g/n. Es soll ungefähr ab Mai 2011 für 700 Euro in Deutschland verfügbar sein, zunächst allerdings ohne HSPA. An Bord befindet sich nach Angaben HTCs Android 2.4, das Update auf 3.0 werde bereitgestellt.

Das nahtlose Gehäuse des HTC-Tablet "Flyer" misst 19,5 x 12,2 x 1,3 Zentimeter.

Der Hersteller bewirbt sein hochpreisiges Tablet mit der so genannten Scribe Technologie. Sie bewirkt, dass neben der Touch-Bedienung auch der Stift als Eingabegerät einsetzbar ist. Darüber hinaus dient der Stift dazu, Bilder zu zeichnen oder Notizen zu nehmen. Die Funktion "Timemark" soll sogar das gesprochene Wort in Meetings zusammen mit den auf dem Tablet gemachten Notizen aufzeichnen, so dass sich beim erneuten Antippen eines Stichpunkts die an dieser Stelle besprochenen Themen abhören lassen. Die Notizen sind auch mit Kalendereinträgen verbunden: Bei einer Terminerinnerung auf dem Display wählt der Nutzer, ob er eine neue Notiz beginnt oder eine bestehende ergänzt, so der Hersteller. Auch mit dem Online-Notizdienst Evernote arbeitet das Gerät zusammen.

Das Flyer folgt dem gleichen Bedienkonzpt wie HTCs Android-Smartphones, bei denen der Anwender verschiedene Nutzungsumgebungen wie "Desktops" zusammenstellt.

Schließlich stattet HTC sein Tablet mit dem hauseigenen Sense-Bedienkonzept aus, dass Mitte 2009 für die Android-Handys eingeführt wurde: Der Anwender stellt sich verschiedene Desktops und Ansichten themenspezifisch zusammen. Für die Tablet-Ausgabe erweitert HTC dieses Konzept nach eigenen Angaben um ein Rondell aus 3D-Widgets, für das aber noch keine Abbildungen existieren. An weiteren Besonderheiten bietet das Flyer bestimmte Services für die berufliche und private Nutzung: Neben dem Skype Video Chat gibt es eine Online-HD-Videothek mit dem Video-Streaming-Dienst HTC Watch, und durch die Partnerschaft mit dem Online-Game-Anbieter OnLive soll es Spiele aus der Cloud geben.

Update: Erst auf Nachfrage hat die Redaktion erfahren, dass ein Mikro-USB-Steckplatz vorhanden ist. Die Aussage, dass das Tablet ohne USB-Schnittstellen ausgeliefert werde, ist im Text korrigiert worden.

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