Linuxbasiertes E-Book

(c) www.amazon.com
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Amazon veröffentlicht Kindle 2 mitsamt Quellcode

Kristian Kißling
10.03.2009 Amazons Kindle 2 kann mehr als der Vorgänger und setzt weiterhin auf Linux. Den Quellcode gibt es auch schon.

Wie es sich verkauft, weiß niemand so genau. Doch seit Amazons Veröffentlichung des E-Books Kindle kehren die seit den 90er Jahren angekündigten E-Books in die Nachrichten zurück. Nun legt Amazon nach und veröffentlicht in den USA nicht nur eine neue Version des Geräts, sondern auch Teile des Quellcodes der darauf laufenden Software - denn auch der Kindle 2 basiert auf Linux.

Linuxdevices.com hat dem Gerät unter das Display geschaut und berichtet ausführlich über die Innereien. Zunächst einmal sieht das Buch deutlich besser aus und ist schlanker. Die klobige Form des Kindle 1 wurde häufig kritisiert. An der Display-Auflösung hat sich demnach wenig geändert, allerdings unterstützt die E-Ink-Oberfläche nun 16 Grauabstufungen, was Text und Bilder schärfer darstellt. Zugleich soll Kindle 2 die Seiten 20 Prozent schneller aufrufen. Dank Änderungen am Benutzerinterface können Leser nun einfacher umblättern, Notizen machen und Seiten überspringen.

Hardware

Der SoC (System on Chip) ist ein Freescale i.MX31-Prozessor, der auf der ARM11-Architektur basiert und mit 532 MHz Taktung rennt. Im E-Book stecken 32 MByte RAM und 2 GByte Speicher, wovon dem User 1.4 zur Verfügung stehen. Amazon behauptet, der Platz würde für 1.500 Bücher ausreichen. Leider fehlt dafür der SD-Slot, über den sich der Vorgänger beliebig erweitern ließ. Dafür gibts nun einen Mini-USB-2.0-Ausgang, über den man das Elektrobuch aufladen kann sowie einen 3.5 Millimeter-Audio-Ausgang. Der verbesserte Akku soll vier bis fünf Tage halten.

Quelle: http://www.amazon.com/dp/B00154JDAI

Die schlechte Nachricht für potenzielle deutsche Nutzer: Das Gerät erscheint zunächst wieder nur für den amerikanischen Markt. Dort kostet es 360 US-Dollar und lässt sich per 3G-Netz drahtlos über das hierzulande nicht verfügbare Whispernet mit Inhalten füttern. Darin ähnelt es dem Vorgänger. Auch das integrierte amerikanische Wörterbuch dürfte die meisten deutschen Anwender weniger interessieren. Dennoch lässt sich das Kindle 2 auch hier einsetzen: Der Anwender muss die Inhalte dann bei Amazon kaufen und vom Rechner per USB auf das Kindle 2 überspielen.

Quellcode

Auf einer eigenen Open-Source-Download-Page bietet Amazon den Quellcode für die Software auf dem Kindle 2 an. Gemäß dem 138 MByte großen TAR.GZ-Archiv stecken in dem neuen Gerät ein Linux-Kernel mit Version 2.6.22 mit U-Boot, Alsa, Busybox, Powertop, Gstreamer, Bootchart und weitere populäre Open-Source-Programme. Besonderes Augenmerk haben die Entwickler dabei auf die Stromspar-Funktion gelegt und zudem die Bootzeit deutlich reduziert. Mehr Informationen zum Kindle 2 von Amazon selbst gibt es hier.

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Kommentare
Amazon
Bernd (unangemeldet), Montag, 20. April 2009 10:08:31
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Ich kann mir schon vorstellen, dass sich auch dieser Artikel bei Amazon gut verkaufen lässt, denn immer mehr Menschen greifen auf ein E-Book zu. Und dass sich die Geschäfte von Amazon zu rentieren scheinen, kann man auch auf http://www.das-anlegerportal.de/amazon-com-906866-aktie.htm nachsehen. Hier scheinen die Geschäfte noch wirklich gut zu laufen


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die Zukunft?
Theo (unangemeldet), Montag, 23. März 2009 16:48:43
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Also ich weiß ja nciht, ob Amazon sich einen sonderlich großen Gefallen mit dem Verkauf solcher Geräte macht. Ich kann mir kaum vorstellen, dass da wirklich die Zukunft drin liegen soll, denn dazu sehe ich einfach die Notwendigkeit solcher Geräte und wirklich praktisch sind die im Alltag auch einfach noch nicht. Werde aber auf jeden Fall Amazons geschäfte weiter verfolgen (http://www.finanznachrichte...richten-aktien/amazon-com.asp) und beobachten, wie die sich so weiterentwickeln und auf was für Strategien sie zukünftig setzen. Ein durchaus interessantes Unternehmen sind die ja allemal.


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