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Amarok 2.1.1 ist fertig, Version 2.2 im Anmarsch

18.06.2009 Die Entwicklung von Amarok schreitet zügig voran: Kaum ist Version 2.1.1 veröffentlicht, stürzen sich die Programmierer schon auf die Features der Version 2.2.

"Oceania" heißt die Wartungs-Release mit der Versionsnummer 2.1.1, die Amarok 2.1 stabiler und besser machen soll. Laut Lydia Pintscher könnte es sich bereits um das letzte Release der 2.1er Serie handeln. Die Arbeit an der nächsten Version 2.2 habe bereits begonnen. Zu den Features der neuen Version gehören, dass sie Compilations mit mehr als 60 Künstlern unterstützt. Die Kontextansicht lässt sich verstecken und Applets füllen diese nun entweder komplett aus oder verfügen über eine feste Größe.

Über die Kommandozeile lässt sich Amarok 2.1.1 jetzt mit M3U-Dateien füttern und fischt die zugehörigen Dateien aus dem Dateisystem. Da Magnatune inzwischen keine Zahlung per Kreditkarte mehr unterstützt, fehlt diese Option auch im neuen Amarok. Die Kontextansicht zeigt jetzt eine Infobox, falls keine Applets sichtbar sind - damit entfallen leere Flächen. Nicht zuletzt haben die Entwickler eine ganze Reihe von Fehlern beseitigt, die komplette Liste zeigt der Blogeintrag von Lydia Pintscher. Der erwähnt nebenbei auch, dass das Amarok-Projekt sich nächste Woche auf dem Linuxtag präsentiert und zwar in Halle 7.2b. Auch Vorträge und Workshops zu Amarok soll es geben.

Amarok 2.2

Derweilen basteln die Entwickler bereits am Nachfolger Amarok 2.2. Geschraubt wird unter anderem an der CD-Unterstützung und einem Video-Applet, dass zu einem Song passende Videos von YouTube abspielt. Innerhalb von ein paar Stunden seien bereits 250 neue Codeschnipsel im Repository der Entwickler aufgetaucht, schreibt Nikolaj Hald Nielsen.

Es gibt bereits ein Video, dass die Neuerungen von Amarok 2.2 vorführt, allerdings mit visuellen Fehlern und Bugs, die noch in der frühen Version stecken. Es zeigt unter anderem ein Videoclip-Applet, dass Podcasts und Youtube-Videos abspielt, demonstriert die Möglichkeit, die Oberflächenelemente zu verschieben und stellt die überarbeitete Menüführung vor.

Zu den weiteren Neuerungen von Amarok 2.2 sollen die subjektiven Playlisten auf Basis von Last.FM-Empfehlungen, der bessere Umgang mit dem Browser sowie eine einfachere Navigation gehören. Die nächste Version bringt also offenbar wieder neue Features mit, während die bisherigen Varianten im wesentlichen versucht haben, die alten Funktionen zu reanimieren.

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Kommentare
Es bleiben Fragen...
Udo Helms (unangemeldet), Samstag, 20. Juni 2009 11:17:43
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Obwohl ich schon seit einiger Zeit KDE4 einsetze, habe ich bisher Abstand davon genommen, meinen Amarok 1.4 in Rente zu schicken und auf 2.x umzusteigen. All paar Wochen habe ich Amarok 2.x ausprobiert. Dabei sind mir wiederholt folgende Mängel aufgefallen:

1. Nach wie vor lässt die Stabilität zu wünschen übrig.

2. Die Performance ist im Vergleich zur alten Version einfach schlecht und deshalb für mich nicht akzeptabel.

3. Der Import meiner Sammlung (MySQL) schlug bisher fehl. Nach einem gesamten Durchlauf zur Neuerfassung meiner Sammlung wurden große Teile der Sammlung nicht angezeigt. Dass alle Bewertungen verloren gehen, ist dabei nur ein ärgerlicher Nebeneffekt.

4. Ich habe bisher keine Möglichkeit gefunden, meine Playlists zu importieren.

Fazit:
Ich bleibe vorerst bei Version 1.4 und gebe den Entwicklern Zeit, an diesen Problemen zu arbeiten. Diese sollten jedoch erstmal den 2-er auf den Stand des 1-er bringen, bevor man immer neue Features einbaut.

Trotzdem: Amarok rocks
Udo Helms

P.S. Sollten meine Probleme nur auftreten, weil ich zu blöd bin, möge man mir dies mitteilen.


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Amarok
arebenti (unangemeldet), Donnerstag, 18. Juni 2009 15:13:03
Ein/Ausklappen

Es gibt schon gewisse Nachteile:
- kein klares Bedienkonzept, das wird über den 2er Zyklus also Schritt für Schritt verbessert. Ursprünglich hatte man sehr gute Ideen aber das derzeitige Ergebnis wirkt zusammengewürfelt.
- kein klares visuelles Konzept oder Design, auch hier evolutionäre Weiterentwicklung
- auf kleinen Bildschirmen kaum benutzbar da zu gedrängt.

All diese Nachteile werde natürlich durch die Innovation und die Konsolidierung der Basis aufgehoben. Amarok 2.2 bewegt sich als Weiterentwicklung hier in genau die richtige Richtung wie man das ja auch unter KDE3 gesehen hat. Erst mal Krautundrüben und dann zurechtoptimieren.



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Infos zum Autor

Kristian Kißling

Kristian Kißling

Wenn Kristian Kißling nicht gerade für die LinuxCommunity schreibt, arbeitet er als Redakteur bei der Zeitschrift EasyLinux und als Chefredakteur für den Ubuntu User. Am liebsten beschäftigt er sich mit Multimedia- und Unterhaltungssoftware im weiteren Sinne und mit neuer Open-Source-Software, die überraschende Fähigkeiten zeigt.

Zum Blog von Kristian Kißling →


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