Das OpenDocument-Format bekommt kräftige Unterstützung: Die neu gegründete OpenDocument Format Alliance [1] vereint mehr als 35 Firmen und Organisationen aus der ganzen Welt, um offene Formate zu verbreiten und Microsoft mit seinen proprietären “Standards” Paroli zu bieten.
“Mit steigender Verbreitung elektronischer Dokumente wächst die Gefahr, dass staatliche Behörden in Zukunft keinen ausreichenden Zugriff mehr auf wichtige Dokumente und Aufzeichnungen haben”, gibt die ODF Alliance in einer Mitteilung zu bedenken. Um dieses Problem zu lösen, setzen die Mitglieder der Allianz vor allem auf das OpenDocument-Format. Mit ihm ist es möglich, Textdateien, Präsentationen und Tabellenkalkulationen in XML-Form abzuspeichern. Da das Format frei verfügbar ist [2], wird es auch in Zukunft immer möglich sein, in OpenDocument gespeicherte Dateien zu lesen und zu bearbeiten.
Ken Wasch, führendes Mitglied der ODF Allianz: “Es besteht kein Zweifel daran, dass ODF weltweit Rückenwind bekommt, da mehr und mehr Menschen mitkriegen, dass es einen besseren Weg bietet, auf Dokumente zuzugreifen und sie aufzubewahren.”
Zu den Mitgliedern der ODF Alliance gehören Ark Linux, Corel, EMC, IBM, Novell, Opera und Red Hat. Einziger deutscher Vertreter ist die Tarent GmbH aus Bonn. Als Katalysator für die Debatte über offene Formate diente letztes Jahr unter anderem der US-Bundesstaat Massachusetts, der ankündigte, zukünftig nur noch auf Dateiformate wie OpenDocument und PDF zu setzen. Mehr zu dieser Diskussion hier:
- Offener Brief an Microsoft
- OpenOffice 2.0 fertig
- Öffentliche Petition für OpenDocument
- Kampf der offenen Formate
[1] http://www.odfalliance.org
[2] http://www.oasis-open.org/committees/tc_home.php?wg_abbrev=office




