Aktualisierter Porteus Kiosk geht gegen Meltdown und Spectre vor

Aktualisierter Porteus Kiosk geht gegen Meltdown und Spectre vor

Porteus Kiosk 4.6.0

Tim Schürmann
16.01.2018 Mit der Distribution Porteus Kiosk lassen sich schnell (öffentliche) Terminals einrichten, an denen etwa Hotelgäste eingeschränkt im Internet surfen können. Die neue Version 4.6.0 ergreift erste Maßnahmen gegen die Anfang des Jahres bekannt gewordenen Sicherheitslücken in Prozessoren.

Der ab sofort zum Einsatz kommende Linux-Kernel 4.14.13 verhindert, dass sich die Meltdown getaufte Sicherheitslücke ausnutzen lässt. Die unter dem Namen Spectre bekannten weiteren Sicherheitslücken schließt der neue Kernel allerdings nur teilweise.

Neben dem Kernel aktualisiert Porteus Kiosk 4.6.0 auch noch zahlreiche weitere Pakete. Im Internet surfen Anwender beispielsweise ab sofort mit Mozilla Firefox 52.5.3 ESR und Google Chrome 63.0.3239.132. Eine Liste mit allen enthaltenen Paketen und ihrer Versionsnummer findet sich auf der Porteus Kiosk Website.

Die neue Version des Kiosk-Systems aktualisiert die Client-Liste im Administration Panel jetzt zehn Mal schneller. Der Porteus Kiosk Server soll in der Lage sein, 5.000 Clients und mehr gleichzeitig zu verwalten. Die genaue Zahl hängt dabei von der Leistung der Server-Hardware ab. Der Server kann zudem jetzt die Client-Ressourcen in Echtzeit überwachen. Dazu zählen die Auslastung der CPU, des Haupt- und Swap-Speichers, des Root Virtual Filesystems, der persistenten Partition, sowie die CPU-Temperatur, die Menge der hoch- und heruntergeladenen Daten und die Uptime der Clients. Das Administration Panel aktualisiert diese Informationen im Abstand von zwei Sekunden.

Der beim ersten Start erscheinende Assistent kann jetzt eine virtuelle Tastatur auf den Bildschirm holen, was die Einrichtung auf Systemen mit Touchscreen erleichtert. Sofern die Kapazität des Akkus 10% erreicht, spielt das System einen Ton ab und öffnet ein Fenster mit einer entsprechenden Benachrichtigung. Der VNC-Daemon kann jetzt vor dem Verbindungsaufbau ein Popup-Fenster öffnen und den Kiosk-Anwender fragen, ob er die eingehende Verbindung annehmen, abweisen oder in einem Nur-Ansicht-Modus aufbauen möchte. Abschließend verhält sich ein auf NVME-Speicher installiertes Porteus Kiosk jetzt so wie auf anderen Datenträgern.

Sämtliche Neuerungen listet die offizielle Ankündigung auf.

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