Akonadi macht langsam aber stetig Fortschritte

Akonadi macht langsam aber stetig Fortschritte

Akonadi-Meeting

Marcel Hilzinger
20.10.2009 Am vergangenen Wochenende trafen sich die Akonadi-Hacker zu einem dreitägigen Treffen in Berlin. Jetzt stehen erste Ergebnisse online.

Am ausführlichsten berichtete bislang Tom Albers in seinem Blog über das dreitägige Treffen (Tag 1, Tag2, Tag 3). Demnach kommen die zwei Schwergewichte KMail und KOrganizer frühestens mit KDE 4.5 in den Genuss des Akonadi-Backends, da die Entwickler bei diesen zentralen Anwendungen keinerlei Risiken eingehen möchten. Bereits gute Fortschritte gemacht hat hingegen das KDE-Adressbuch: es soll in KDE 4.4 (erscheint im Januar 2010) voll auf das Akonadi-Backend setzen. Der von Tom Albers programmierte IMAP-Client Mailody bleibt somit vorerst die erste Mail-Anwendung, die auf Akonadi setzt, befindet sich in der KDE-4-Version allerdings noch im Beta-Stadium.

Probleme bereiten den Entwicklern das Tool KNotes, welches zurzeit keinen Maintainer hat. Hier überlegt das KDE-PIM-Team anstelle von KNotes auf KJots und das Notizen-Plasmoid zu setzen. Auch der Synchronisationssupport über OpenSync lässt zu wünschen übrig. Das Akonadi-Team arbeitet deshalb an einem eigenen SyncML-Client, der in weiten Bereichen auf Funambol basiert und somit von Haus aus sehr viele Geräte unterstützen wird.

Nur für Beta-Tester geeignet: Das Mailprogramm Mailody mit Akonadi-Backend.

Neben dem Akonadi-Backend wird auch an anderen Stellen an KMail gefeilt, so soll das Mailprogramm einen neuen Assistenten bekommen, der zum Beispiel für GMail- und andere weit verbreitete E-Mail-Accounts ein vereinfachtes Setup ermöglicht. Da der Assistent das Get-Hot-New-Stuff-Framework nutzt, kann darüber praktisch jeder Mail-Anbieter passende Wizzard-Daten zur Verfügung stellen.

Um Probleme mit falschen Nutzereinstellungen zu vermeiden, haben sich die Akonadi-Hacker zudem entschlossen, den Setup-Dialog für die Akonadi-Einstellungen aus dem KDE-Kontrollzentrum zu entfernen und in ein separates Tool auszulagern. Admins können so weiterhin auf das grafische Tool zugreifen, Nutzer, die von Akonadi hingegen keine Ahnung haben, sind dadurch vor unliebsamen Änderungen geschützt.

Während des dreitägigen Treffens sahen sich die Entwickler auch mit sehr viel neuem Code konfrontiert, der durch Summer-of-Code-Projekte und Aktivitäten innerhalb der Firma KDAB entstand. Die Akonadi-Hacker verbrachten deshalb auch viel Zeit mit gemeinsamem Code-Reviewing.

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

Probleme mit der Maus
Thomas Roch, 21.02.2017 13:43, 1 Antworten
Nach 20 Jahren Windows habe ich mich zu Linux Ubuntu probeweise durchgerungen!!! Installation - k...
KWin stürzt ab seit Suse Leap 42.2
Wimpy *, 21.02.2017 09:47, 4 Antworten
OpenSuse 42.2 KDE 5.8.3 Framework 5.26.0 QT 5.6.1 Kernel 4.4.46-11-default 64-bit Open-GL 2....
Shell-Befehl zur Installation von Scanner-Treiber
Achim Zerrer, 15.02.2017 12:13, 10 Antworten
Hallo, ich habe Einen Brother Drucker mit Scanner. Nachdem ich mit Hilfe der Community den Druck...
kiwix öffnet ZIM Datei nicht
Adrian Meyer, 13.02.2017 18:23, 1 Antworten
Hi, ich nutze Zim Desktop für mein privates Wiki. Fürs Handy habe ich mir kiwix heruntergelade...
registration
Brain Stuff, 10.02.2017 16:39, 2 Antworten
Hallo, Das Capatcha auf der Registrierungsseite von linux-community ist derartig schlecht gema...