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Krita, KStars und die KDE-Wolke

Akademy 2010: KDE Secret Service vereint Passwortdienste von KDE und Gnome

05.07.2010 Sonntag auf der Akademy: Lukas Tvrdy stellt neue Features in Krita vor, Troy Unrau berichtet über die neu begründete Pressearbeit des KDE e.V., Michael Leupold stellt den KDE-Geheimdienst vor und Akarsh Simwa zeigt Neuerungen in Kstars, Frank Karlitschek in Owncloud.

Wenn es nach den Krita-Entwicklern Boudewijn Rempt und Lukas Tvrdy geht, dürfte Krita vielen anderen Malprogrammen wie Mypaint oder Corel Paint den Rang ablaufen. In seinem Vortrag am Sonntag morgen zeigte Tvrdy die umfangreichen Möglichkeiten, die zum Beispiel die Pinsel (Brush-)Funktionen von Krita bieten. Ganz neu ist dabei der Import der Brush-Varianten von Photoshop, was professionellen Gestaltern den Umstieg deutlich erleichtern dürfte.

Kritas Pinsel (Brushes) lassen sich beliebig selbst erstellen und jetzt auch von Photoshop importieren.

Mehr Pressearbeit

Wieder einmal unternimmt das KDE-Team den Versuch, die Pressearbeit der Projekte zu verbessern. "Viel Luft nach oben" habe man hier noch, war am Rande der Konferenz aus KDE-e.V.-Kreisen zu hören. Die Unterschiede zwischen der wahren Leistungsfähigkeit der Programmen und der Wahrnehmung in der Öffentlichkeit seien groß. Troy Unrau vom KDE-Projekt stellte den Entwicklern deshalb die wichtigsten Tipps und Tricks im Umgang mit Journalisten vor.

Der Secret Service: Fd.o

Kwallet kennt jeder Nutzer, der KDE einmal verwendet hat. Der Gegenpart unter Gnome nennt sich Gnome-Keyring. Unter dem Spitznamen KDE Secret Service (auch Secret Storage oder fd.o genannt) unternehmen jetzt Entwickler den vielversprechenden Versuch, die beiden Passwort- und Credential-Speicher unter einen Hut zu bekommen. Michael Leupold zeigte in seinem Vortrag die Funktionsweise, den Aufbau und Ideen hinter dem D-Bus-basierten "Ksecretserviced".

Kstars

Auch bei Kstars gibt es neues: Laut Akarsh Simwa steht der OpenGL-Support direkt bevor, darüber hinaus haben die Entwickler zahlreiche neue Datenquellen interstellarer und interplanetarer Objekte eingebunden.

Kstars ist auf dem Weg zu OpenGL.

Owncloud

Auch die eigene KDE-Wolke nimmt langsam Gestalt an. Frank Karlitschek zeigte in seinem Vortrag die zahlreichen Online-Backends und Software-Frontends des Online-Datenspeichers für den KDE-Desktop. Vom Office-Paket bis zum Smartphone, von Facebook bis zu Online-Filesystemen reicht da die Bandbreite, und mit Attica steht ein eigener Dämon zur Verfügung. Anschließend definierte Karlitschek die wichtigsten Voraussetzungen fürs KDE Cloud Computing, zum Beispiel Offline-Fähigkeit, Backups, einfache Erweiterbarkeit und transparente, automatische Einbindung in den Desktop. So soll ein Dokument beispielsweise von überall erreichbar sein, ohne dass der Benutzer es extra kopieren, sichern, verpacken oder verschlüsseln muss. Das, so Karlitschek, sei in weiten Teilen in der vor wenigen Tagen veröffentlichten Version 1.0 verwirklicht, inklusive Webinterface.

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