Adobes neues Open Source Projekt

Adobes neues Open Source Projekt

Noch eine fliegende Kuh

Britta Wülfing
22.07.2009 Adobe nimmt die derzeit stattfindende Open Source Conference (OSCON) im kalifornischen San Jose zum Anlass und verkündet eine neue Open-Source-Strategie für seine Adobe Flash Plattform. Es gibt allerdings Zweifel an der Ernsthaftigkeit von Adobes Bemühungen.

Im Rahmen seiner neuen Open-Source-Strategie gibt der Hersteller zwei Software-Werkzeuge für Entwickler unter der Mozilla Public License frei: Mit dem Open Source Media Framework , Teil des bislang als „Strobe“ bezeichneten Projekts, sollen Entwickler speziell auf Adobe Flash optimierte Media-Player schreiben. Das gleichfalls freigegebene Text Layout Framework (TLF) soll ausgefeilte typographische Funktionalitäten hinzu liefern. Das erklärte Ziel des Unternehmens ist es dabei, einen „offenen“ Industriestandard für die Entwicklung von Mediaplayern zu etablieren, selbstverständlich für die hauseigenen Adobe-Flash-Plattform.

Kooperationspartner ist dabei der Internet-Dienstleister Akamai. Gemeinsam wollen die Unternehmen die von Akamai gegründete Open Video Player Initiative voranbringen, wobei auch diese das Adobe-Format Flash als Dreh- und Angelpunkt hat, außerdem unterstützt wird Microsofts Silverlight-Technologie. Bereits den Projekttitel empfindet der Open-Source-Aktivist Chris Messina als irreführend, wie er in einem Blogeintrag zum Thema schreibt: „Man muss nur die Sprache des Open Video Player Projekts analysieren oder die 'Partner' anschauen, damit einem klar wird, dass nichts an dem 'Open Video Player' irgendwas mit „Open“ zu tun hat, dafür umso mehr damit zu verhindern, dass ein freies und offenes Media-Web entstehen kann.“

Der Mitbegründer des Diso-Projekts vertritt die Meinung, dass Adobe durch seine Aktivitäten einen echten Videostandard in HTML 5 verhindern will. Die Kontrahenten im W3C Entwicklerprojekt sind hierbei das freie Format Ogg/Theora gegen das marktbeherrschende H.264. Messina sieht Parallelen im Verhalten von Microsoft, das derzeit mit Code-Spenden von sich reden macht. Er schreibt: „Adobe und Microsoft beschäftigen sich jetzt mit ähnlichen Formen der Reinwaschung („open-washing“), (...) während sie alles tun was in ihrer Macht steht, um ihre Kontrolle und Dominanz in einem bestimmten Bereich zu bewahren – sie zementieren somit weiter die historische Unterscheidung zwischen 'Frei' und 'Open'.“

Ähnliche Artikel

Kommentare

Aktuelle Fragen

WLAN lässt sich nicht einrichten
Werner Hahn, 21.03.2017 14:16, 0 Antworten
Dell Latitude E6510, Ubuntu 16.4, Kabelbox von Telecolumbus. Nach Anklicken des Doppelpfeiles (o...
"Mit Gwenview importieren" funktioniert seit openSuse 42.2 nicht mehr
Wimpy *, 20.03.2017 13:34, 2 Antworten
Bisher konnte ich von Digitalkamera oder SD-Karte oder USB-Stick Fotos mit Gwenview importieren....
Ich habe eine awk Aufgabe und bekomme es nicht so Recht hin
Dennis Hamacher, 10.03.2017 18:27, 1 Antworten
Ich hoffe Ihr könnt mir dabei helfen oder mir zeigen wie der Befehl richtig geschrieben wird. Ich...
Unter Linux Open Suse Leap 42.1 einen Windows Boot/ ISO USB Stick erstellen...
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:26, 1 Antworten
Hallo, weiß jemand wie ich oben genanntes Vorhaben in die Tat umsetzen kann ? Wäre echt dankba...
Druckertreiber installieren OpenSuse42.1
Tim Koetsier, 07.03.2017 15:22, 1 Antworten
hallo, kann mir BITTE jemand helfen ich verzweifel so langsam. Habe einen Super Toner von Canon...