Open-Screen-Projekt startet

Adobe stellt Flash-Spezifikationen online

Adobe stellt Flash-Spezifikationen online

Kristian Kißling
02.05.2008 Im Rahmen des Open-Screen-Projekts kündigt Adobe an, Flash-Technologien freizugeben, um die Portierung auf mobile Geräte zu erleichtern.

Im Rahmen des Open-Screen-Projekts erleichtert Adobe den Einsatz von Flash auf Mobilgeräten. Mussten die Hersteller von Software für tragbare Geräte bisher Lizenzgebühren an Adobe zahlen, um die Flash-Technologie zu nutzen, fällt diese Hürde beim Versionssprung auf die nächste Flash-Version weg. Zugleich bietet Adobe die Spezifikationen für die Formate SWF und FLV zum Download im PDF-Format an.

Bisher gab Adobe diese Informationen nur gegen Unterzeichnung einer Lizenzvereinbarung frei, nun verschaffen sich Entwickler ohne weitere Hindernisse einen Überblick. Auch die zur Portierung auf mobile Geräte nötige Flash-Player-API will Adobe im Zuge des Open-Screen-Projekts öffnen.

Mit dem Open-Screen-Projekt will Adobe den Markt für mobile Geräte erobern, Unterstützung erhält es von Herstellern wie ARM, Intel und Motorola, aber auch von Content Providern wie der BBC, MTV und NBC. Shantanu Narayen, Geschäftsführer von Adobe erhofft sich, dass "eine konsistente, offenere Plattform für Entwickler schnelle Innovationen bewirkt, von der auch die Anwender profitieren." Geld verdient Adobe vor allem mit der Flash-Entwicklungsumgebung Flash CS3 Professional.

Trotz offener Spezifikationen stehen die beiden Formate jedoch nach wie vor nicht unter einer freien Software-Lizenz. Mit dem Gnash-Player gibt es unter Linux allerdings auch eine freie Alternative zum Flash-Player. Die bildet noch nicht alle Funktionen des Flash-Player ab, befindet sich jedoch in konstanter Entwicklung.

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Kommentare
Re: Adobe stellt Flash-Spezifikationen online
Ulf B., Freitag, 02. Mai 2008 16:34:41
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Irgendwie gibt es immer mehr Software die zwar von vielen benutzt wird, bei der ich mich aber frage, ob sie denn Wirklich sinnvoll und notwendig ist. Flash ist eine davon. Sie wird zwar sehr häufig auf Webseiten verwendet um ein Klickibunti-Feeling zu bekommen, aber wirklich sinnvoll ist das meines Erachtens nicht. Besonders auch wenn bei Nichtaktivierung die Seiten ohne weitere Info leer bleiben. Erschwerend kommt bei Flash noch die im Artikel schon angesprochene Implementierung unter einer nicht freien Software-Lizenz hinzu.

Ich habe aus Sicherheitsgründen (Trojaner, Viren, Bundestrojaner, ...) können überall sein. Aktive Komponenten (selbst Java und JavaScript) sind bei allen meinen Browsern per default deaktiviert. Nur bei wirklich wichtigen Seiten die nur per Flash erreichbare Informationen bieten, schalte ich diese gezielt ein.

Schade, dass mit der Kommerzialisierung immer mehr solcher untugenden die oberhand gewinnen, und noch schlimmer dass Sie dann noch standard konform sind. Aus meiner Sicht müssen Webseiten immer auch passiv ohne aktive Komponenten benutzbar sein, zumindest bis zum gesetzlich vorgeschriebenen Kontakt/Impressum.

Ciao
Ulf




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Re: Adobe stellt Flash-Spezifikationen online
Benjamin Quest, Sonntag, 04. Mai 2008 09:44:25
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Dem kann ich eigentlich nur beipflichten. Mit Flash lassen sich zwar schöne bunte und aufregende "Erlebniswelten" schaffen, allerdings gibt dabei auch die CPU meist mächtig Gas. Ärgerlich wird es, wenn man in einer ansonsten von Spielereinen freien Seite ein solches Flash-element eingebettet hat, dann verbrennt der Rechner Leistung, ohne daß es irgenwas bringt. Noch ärgerlicher sind dann die nicht fertig implementierten Seiten, die ohne Flash nicht navigierbar sind, die aber im Gegenzug auch gar nicht hübscher sind. Da ist dann der Tiefpunkt des Webdesigns erfahrbar: ich bekomme die Informationen nicht, weil das Flash, das man ohne weiteres hätte weglassen können, schlecht funktioniert ...

Gerade öffentliche Seiten sollten eigentlich sowieso besser frei von proprietären Implementierungen sein ...


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