Adobe adoptiert KHTML/Webkit

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Kurt Pfeifle
07.11.2006

Adobe entwickelt neuerdings mit Apollo "eine Applikation zum Bau 'reicher' Internet-Anwendungen". Dabei läuft eine Client-seitige Anwendung als Desktop-Programm, braucht aber keinen Browser. Apollo unterstützt Flash, HTML, CSS und JavaScript in beliebiger Mixtur und läuft zur Zeit auf Windows und MacOS X.

Mit Apollo soll es möglich sein, allein auf Grundlage von Flash-, HTML-, CSS/HTML- oder JavaScript-Kenntnissen (also ohne "Hardcore"-Programmierer sein zu müssen) "echte" Desktop-Anwendungen zu entwickeln. Ja, auch solche, die "offline" laufen -- also gar kein "Web" samt Webserver brauchen, um zu funktionieren!

Als Grundlage für Apollo nutzt Adobe KHTML/WebKit. Nachdem in den letzten Jahren bereits KDE, Apple und Nokia sich für KHTML entschieden, reiht sich jetzt also auch Adobe ein. Das Unternehmen führt vier Hauptgründe für diese Plattform an:

  • "Offenes Projekt zu dem wir leicht beitragen können"
  • "Bewährte Technologie, mit der Web-Entwickler und Endbenutzer bereits gut vertraut sind"
  • "Minimaler RAM-Verbrauch für Apollo zur Laufzeit"
  • "Garantierte und bewährte Möglichkeit, daß es auch auf Mobilgeräten läuft"

Adobe will ausdrücklich nicht den Apple-Fork von WebKit verwenden, sondern die Open-Source-Version. Dies wird mit Sicherheit die laufenden Bemühungen begünstigen, den Apple-Fork wieder zur Open-Source-Version zurückzuführen und den Fork aufzuheben. Die von KDE-Programmierern entwickelten Kern-Technologien gewinnen in jüngster Zeit mehr und mehr Anerkennung bei Industriegrößen.

Die Apollo-Neuheit ist unter anderem auch deshalb interessant, weil nun erwiesen ist, dass es ziemlich leicht war, KHTML auf MS Windows zu portieren. Hier gibt es ein paar vorläufige Screenshots von Apollo.

Kommentare
Re: Adobe adoptiert KHTML/Webkit
GoaSkin , Donnerstag, 09. November 2006 00:54:08
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KHTML wurde bereits auf Windows portiert... für einen eher unbekannten Browser namens Swift.



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Re: Adobe adoptiert KHTML/Webkit
Ernst August, Mittwoch, 08. November 2006 11:04:30
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Eine Anmerkung:
Auch der Apple-Fork steht unter LGPL, und somit unter einer Open Source
Lizenz. Apple steht allerdings in der Kritik, da sie sehr gerne nehmen und
ungerne (in einer brauchbaren Form) zurueckgeben.
Eine Diskusion hier zu [1]



[1] http://www.linux-community.de/Neues/story?storyid=16637



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