Laut einem aktuellen Artikel der englischen PC-Pro sollen die neuen ARM-Prozessoren bis Ende Jahr in der Fabrik sein, erhältlich sind sie dann ab Frühjahr 2010. Der Cortex A9 wird im 40nm-Verfahren hergestellt und enthält zwei, vier oder sogar acht Kerne. Bei gleicher Leistung wie eine Atom-CPU soll er dreimal kleiner sein und deutlich weniger Strom verbrauchen.
Eric Schom, stellvertretender Marketingchef bei ARM hob gegenüber der PC Pro einen weiteren Vorteil der ARM-Prozessoren hervor:
"Die [Intel, Anm. der Redaktion] haben Restriktionen für Bildschirmgrößen oder Anzahl der USB-Ports und andere künstliche Limits - wir werden nichts derartiges tun. Wir erlauben unseren diversen Partnern innovativ zu sein und zu machen."
Was ist mit Windows?
Wenn ARM auf den Desktop-Markt will, dann hat die Firma ein Problem: Es gibt keine Windows-Version dafür (bzw. nur Windows CE). Laut Schom hat die Firma Gespräche mit Microsoft geführt, er macht aber keine konkreten Angaben. Microsoft hat schon mehrmals bestätigt, dass man in Redmond kein Interesse an einer Windows-XP/7-Version für ARM habe. Zudem müssten auch alle Hardware-Hersteller neue Treiber schreiben und Produkte wie Office, Medienplayer und weitere portiert werden, da ARM zu x86 nicht kompatibel ist. Kein Wunder also, dass ARM letzte Woche der Linux Foundation beitrat.
ARM sieht denn auch den Markt eher bei den Linux-Geräten. Hier gibt es bereits ein entsprechendes Software- und Treiberangebot, zudem würden sich die Prozessoren auch für den Servereinsatz eignen.



