ARD für Einsatz freier Formate ausgezeichnet

ARD für Einsatz freier Formate ausgezeichnet

rOgg on!

Ulrich Bantle
30.03.2011
Im Zeichen des Document Freedom Day haben die Free Software Foundation Europe (FSFE) und die Foundation for a Free Information Infrastructure e.V. (FFII) die Webseite der ARD-Nachrichtensendung Tagesschau für den Einsatz freier Formate ausgezeichnet.

Sabine Klein, stellvertretende Redaktionsleiterin von Tagesschau.de nahm die Auszeichnung in Form eines Zertifikats und einer Torte mit der Aufschruift "rOgg on!" in Hamburg entgegen.

Torte fürs Erste: Die FSFE zeichnet Tagesschau.de aus.

Die für den Einsatz von freier Software engagierten Stiftungen loben die ARD für die Verwendung des freien Video-Codes Ogg-Theora, der wiederum den freien Zugang zu den Medien ermögliche. Matthias Kirschner von der FSFE wünscht sich in seiner Laudatio, dass andere Medienanstalten diesem Schritt folgen.

Mit Ogg-Version: Die Dateiauswahl der Tagesschau im Detail.

Bei Tagesschau.de seien die Videos als Ogg-Dateien vorhanden, bei Tagesschau24 seien sie mittels HTML5-Tag eingebunden. In einigen Bereichen der Website müsse der Nutzer allerdings noch manuell vorgehen, um eine Ogg-Datei herunterladen und mit seinem Player anschauen zu können.

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Kommentare
Unverständlich
Sprachlos (unangemeldet), Mittwoch, 30. März 2011 20:43:51
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Diese Auszeichnung kann ich nicht nachvollziehen. Auf der
Seite der Mediathek der ARD gibts alles nur im proprietären
Format, worüber ich mich schon oft geärgert habe.




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Re: Unverständlich
Felix (unangemeldet), Donnerstag, 31. März 2011 19:48:23
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Selbst wenn bei der ARD und den Landesrundfunkanstalten mal eine Sendung wie die Tagesschau doch einen freien Codec verwendet, und eine andere Sendung wie z.B. Xtra-3 Inhalte sogar unter Creative-Commons-Lizenzen veröffentlicht, ist das keinerlei Auszeichnung wert.

Denn gleichzeitig betreiben die als ARD zusammengeschlossenen Rundfunkanstalten gemeinsam mit dem ZDF die GEZ - jene Anstalt, die vor Lug, Betrug und selbst vor Terror nicht zurückschreckt, um auch von denen noch Gebühren einzutreiben, die überhaupt keiner Gebührenpflicht unterliegen.

Welcher Vorteil entsteht dadurch, dass der Inhalt in einem freien Codec verfügbar ist, wenn man aber für das Anschauen einen faktisch unkündbaren Vertrag über 8€ monatlich abschließen muss?

Eher würde ich es verstehen, wenn man Schutzgelderpresser für ihre Leistungen als Versicherungsunternehmen auszeichnen würde. Oder den Papst für die Förderung von Safer-Sex...


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