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Weiterhin ATI-Treiber

AMD gliedert alte ATI-Karten in Legacy-Treiber aus

20.04.2009 Entgegen den ursprünglichen Plänen den Support für ältere ATI-Karten komplett einzustellen, will AMD nun analog zu Nvidia für ältere Karten einen Legacy-Treiber anbieten.

Noch im März hieß es von AMD, man wolle mit Version 9.4 des Catalyst-Treibers den Support (Linux und Windows) für die Karten R300/400/500 komplett einstellen und sich nur noch auf die neuesten Generationen konzentrieren.

Inzwischen hat AMD den 9.4-er Treiber veröffentlicht, der unter anderem auch Support für Ubuntu 9.04 mitbringt. Wählt man auf der AMD-Homepage eine ältere Grafikkarte aus, erhält man die Meldung, dass AMD den Support in einen Legacy-Treiber ausgelagert hat.

Der Legacy-Treiber unterstützt folgende Karten (inklusive All-in-Wonder-Modelle):

ATI Radeon 9500 Series
ATI Radeon 9550 Series
ATI Radeon 9600 Series
ATI Radeon 9700 Series
ATI Radeon 9800 Series
ATI Radeon X300 Series
ATI Radeon X550 Series
ATI Radeon X600 Series
ATI Radeon X700 Series
ATI Radeon X800 Series
ATI Radeon X850 Series
ATI Radeon X1050 Series
ATI Radeon X1300 Series
ATI Radeon X1550 Series
ATI Radeon X1600 Series
ATI Radeon X1650 Series
ATI Radeon X1800 Series
ATI Radeon X1900 Series
ATI Radeon Xpress Series
ATI Radeon X1200 Series
ATI Radeon X1250 Series
ATI Radeon X2100 Series

Die Linux-Version unterstützt allerdings nur Distributionen, die vor dem Februar 2009 erschienen, d.h. mit dem alten X.org. Die kommenden Releases von Ubuntu, Fedora und Mandriva werden demnach aller Voraussicht nach nur die neuen AMD-Treiber unterstützen. Weitere Informationen gibt es auf der AMD-Homepage.

Freie Treiber besser

Wer eine der oben aufgeführten Grafikkarten besitzt und diese mit einer aktuellen Linux-Distribution betreiben möchte, kann dem Treiberwechsel allerdings relativ gelassen entgegensehen. Der freie radeonhd-Treiber, den die Community unter anderem durch die von AMD veröffentlichten Spezifikationen stark verbessern konnte, unterstützt praktisch sämtliche Karten im 2D-Modus inklusive Compositing. Die allerneueste Version unterstützt zudem bei sehr vielen Karten auch DRI.

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Kommentare
Seltsame Formulierung...
obgr_seneca (unangemeldet), Montag, 20. April 2009 15:50:44
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Warum wird denn Ubuntu 9.04 so speziell hervorgehoben. Das klingt ja fast so, als wäre es etwas besonderes, dass Ubuntu auch auf Xorg-1.6 setzt wie eigentlich alle großen Distros in ihren kommenden Releases...
Wäre eine Formulierung "der unter anderem auch Support für Xorg-1.6 mitbringt, und somit für die kommenden Releases der großen Distros" nicht neutraler und besser?


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Re: Seltsame Formulierung...
P. Kramer (unangemeldet), Montag, 20. April 2009 16:12:06
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Ich finde die Forumlierung nicht seltsam. Ubuntu 9.04 erscheint in den nächsten Tagen und da ist es doch wichtig für Ubuntu-Nutzer mit ATI-Karten zu wissen, ob und welche Treiber funktionieren werden.


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Re: Seltsame Formulierung...
obgr_seneca (unangemeldet), Dienstag, 21. April 2009 09:26:31
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Na ja, nennen wir's nicht "seltsame Formulierung" sondern "schlechten Journalismus". Mandriva 2009.1 erscheint auch in den nächsten Tagen, Fedora braucht auch nicht mehr lang.
Was soll es also, hier so zu tun, als sei Ubuntu etwas besonderes. Von einem guten Journalismus erwarte ich Neutralität!


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Re: Seltsame Formulierung...
Christian Berg, Dienstag, 21. April 2009 11:15:07
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Naja, zu dem "als wäre es etwas besonderes":
Als Ich mit Linux anfing war ein neues Release des XFree86 Servers etwas seltenes und besonderes.

Mit dem XOrg ist das jetzt etwas anders geworden. Alles ist übersichtlicher, modularer und leichter zu warten, inkl. fixen Releaszyklen. Mit dem neuen Buildsystem bekommen Distributoren ein neues Releas in Wochen in Ihr Paketformat, füher dauerte das Monate! (Jedenfalls bei Debian). Da geht etwas "besonderheit" verloren... zum Wohl des Anwenders.

Trotzdem ist für viele eine neue Version des XServers etwas Besonderes geblieben und bei eingen Distributionen ist noch immer nicht selbstversändlich State-of-the-art beim XServer zu sein.

Was Die Ubuntu hervorhebung angeht:
Ich finde diesen Einwänd lächerlich. Die linux-community.de war früher überschwämmt mit Anmerkungen zu SuSE. Man sollte mal eine Statistik machen wie oft auf LC.de welche Distribution erwähnt wird. Da führt dann wohl "SUSE" mit 800% Vorsprung.

Jetzt wird einmal erwähnt das beim neuen Ubuntu etwas _nicht_ gehen wird und das ist unprofissionell? Natürlich ist es das! Das sind ja Artikel von Laien, nicht von Redakteuren.

Ich erachte den Artikel dennoch als Distirbutions-Neutral. Weiter oben wird ja extra erwähnt das bei Mandriver,.u.s.w. der neue non-legacy-Treiber gehen wird.

Wenn es was zu beanstanden gibt dann die Tatsache das der readeonhd treiber noch lange nicht mit dem Umfang des proporitären Treibers mithalten kann.


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Re: Seltsame Formulierung...
obgr_seneca (unangemeldet), Dienstag, 21. April 2009 11:32:01
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Also erstens, ich bin der Meinung, dass Seiten wie linux-community.de (die ja im Übrigen ein Portal des LNM-Verlages ist) und pro-linux.de distributionsneutral bleiben sollten.
Etwas anderes wäre so etwas auf der News-Seite einer Distro-Community.
Dementspechend finde ich die Formulierung

"der unter anderem auch Support für Ubuntu 9.04 mitbringt"

unpassend.
Hätte sich der Author etwas abgebrochen, wenn er auf distrowatch kurz nachgesehen hätte, welche (großen) Distros noch demnächst releasen und ob sie auch Xorg-1.6 liefern um dann zu schreiben

"der unter anderem auch Support für die neue Xorg-Version mitbringt, die unter anderem in den kommenden Release von Ubuntu, Mandriva und Fedora zum Einsatz kommt"

Ich meine, auch wenn die Authoren hier Freiwillige sind, mit der Mitarbeit an einem solchen Portal geht man eine gewisse Verantwortung ein, der man auch gerecht werden sollte.


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Wo liegt das Problem?
Marcel Hilzinger, Dienstag, 21. April 2009 13:20:52
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Hallo obgr_seneca,
als Autor der News, möchte ich hier mal auf deine Kritik eingehen, da ich sie absolut unberechtigt finde.

In der News steht am Anfang

"Inzwischen hat AMD den 9.4-er Treiber veröffentlicht, der unter anderem auch Support für Ubuntu 9.04 mitbringt."

Warum erwähne ich hier explizit Ubuntu 9.04? Weil der Treiber eine Liste von unterstützten Distributionen enthält und der durchschnittliche Nutzer nicht weiss, wie er den Treiber installieren soll, wenn er den Ubuntu 9.04-Eintrag nicht auswählen kann. Das hat nichts mit der X-Server-Version zu tun, sondern hängt mit dem Treiber zusammen.

In der Liste der unterstützten Distributionen steht aber kein Fedora 11 oder Mandriva 2009.1, sondern nur Ubuntu 9.04.

Siehe auch hier:
https://a248.e.akamai.net/f...rs/linux/catalyst_94_linux.pdf

Da steht explizit:
Support for New Linux Operating Systems
This release of ATI Catalyst™ Linux introduces support for the following new operating
system:
RHEL 5.3 production support
Ubuntu 9.04 support (early look)

Da Red Hat Enterprise Linux für uns nicht sehr relvant ist, habe ich das aus der News weggelassen.

Dass der Treiber allerdings auch mit den drei genannten und anderen Distributionen zusammenarbeitet, steht nach der Auflistung der Karten weiter unten:

"Die kommenden Releases von Ubuntu, Fedora und Mandriva werden demnach aller Voraussicht nach nur die neuen AMD-Treiber unterstützen."

Wo bitte ist hier der Unterschied zu deinem Vorschlag "der unter anderem auch Support für die neue Xorg-Version mitbringt, die unter anderem in den kommenden Release von Ubuntu, Mandriva und Fedora zum Einsatz kommt" ??




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Re: Wo liegt das Problem?
obgr_seneca (unangemeldet), Dienstag, 21. April 2009 16:20:56
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Der Unterschied liegt darin, dass durch solche Meldungen der Eindruck entsteht, Ubuntu hätte hier gegenüber anderen ein Zusatzfeature, was schlicht und ergreifend nicht der Fall ist.
Die von mir vorgeschlagene Formulierung ist neutraler.

Nichts gegen Dich, schließlich kenne ich Dich ja nicht. Mich ärgert es nur immer wieder, wenn in News - nicht nur hier, sondern auch (und vor allem) anderswo Ubuntu als das Nonplusultra hingestellt wird, implizit schadet das nämlich den anderen Distros, die mindestens genau so gut sind.
Wenn die Info natürlich von AMD/ATI stammt, so ist das deren Fehler...


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Infos zum Autor

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger

Marcel Hilzinger arbeitet als Redakteur für die Zeitschriften LinuxUser und EasyLinux. Am liebsten schreibt er Artikel zu netten Gadgets oder Multimedia-Software. In seiner Freizeit spielt er gerne Kicker.

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