4 Mio. Vorbestellungen für 100-Dollar-Laptop

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Britta Wülfing
01.08.2006

Das Projekt "One Laptop per Child" (OLPC), das mit extrem preiswerten Notebooks Entwicklungshilfe betreiben will, vermeldet bereits vier Millionen Vorbestellungen. Argentinien, Brasilien, Nigeria und Thailand haben je 1 Million der Linux-basierten Geräte geordert. Diese Zahl bestätigte Khaled Hassounah, OLPC-Verantwortlicher für die genannten Länder, gegenüber US-Medien, fügte jedoch hinzu, dass die Verhandlungen noch nicht ganz abgeschlossen seien.

Das Projekt wird nicht von allen Entwicklungsländern begeistert aufgenommen: Am 25. Juli berichtete die indische Zeitung The Hindu, dass das indische Bildungsministerium das Projekt für "pädagogisch fragwürdig" hält. Der Staatssekretär des Ministeriums, Sudeep Banerjee, schreibt in einem Brief an das Projekt, dass das OLPC für die kreativen und analytischen Fähigkeiten der Kinder tatsächlich schädlich sein könnte. "Wir brauchen Lehrer und Klassenzimmer nötiger als extravagantes Spielzeug," so Banerjee wörtlich.

Auf der Linux World Expo im April in Boston hatte der Gründer des Projektes, Nicolas Negroponte, einige technische Details des Laptops bekanntgegeben. Als Betriebssystem kommt Red Hat Linux zum Einsatz. Das Schlagwort "100-Dollar-Laptop" ist nach heutigem Stand nicht ganz zutreffend: derzeit liegen die Geräte bei einem Stückpreis von rund 135 Dollar. Das Projekt wird unter anderem auch von Unternehmen wie AMD, Ebay, Google, Nortel und Red Hat unterstützt. Die ersten fertigen Geräte sollen voraussichtlich 2007 ausgeliefert werden.

Kommentare
Re: 4 Mio. Vorbestellungen für 100-Dollar-Laptop
Max , Mittwoch, 02. August 2006 21:54:17
Ein/Ausklappen

Aus dem Blog von Christopher Blizzard:

no country orders for laptops

I keep seeing this meme reported over and over again: that One Laptop per Child has gotten commitments from countries that add up to 4 million laptops.

This is not true.

I want to make this very clear. I work in the One Laptop office every day and I’m generally aware of what’s going on with the various countries. I have talked with the stakeholders inside of the One Laptop organization and can confirm that nothing has been signed, and no country has yet been asked to sign.

This is not to say that we aren’t in discussions with countries - we clearly are. And there’s a huge amount of interest. But if you read Khaled’s words carefully you can see that he clearly says that nothing is signed:

“We have not finalized the deal with the Nigerian government yet, but we are in the process of doing so,” Hassounah told DesktopLinux.com. “The person who announced the Nigerian government’s commitment to buying the laptops (Professor Ernest Ndukwe) is a key member of the Nigerian Task Force working with OLPC on bringing laptops to Nigerian children.”

When we have something signed - and we will - I’m sure you’ll hear about it from us.


[1] http://www.0xdeadbeef.com/weblog/?p=216



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