10 Millionen Dollar an Flash-Entwickler

10 Millionen Dollar an Flash-Entwickler

Open-Screen-Projekt gibt Geld aus

Unter dem Dach des Interessensverbands Open Screen Project stellen Mobilanbieter Nokia und Software-Hersteller Adobe zehn Millionen US-Dollar für Software-Entwickler zur Verfügung.

Das Preisgeld ist gedacht für Anwendungsentwicklungen für mobile Geräte und Unterhaltungselektronik auf Basis von Adobe Flash; die Unternehmen nutzen den GSMA Mobile World Congress in Barcelona für ihre Ankündigung im Namen des Open Screen Projekts. Entwickler sollen nun ihre Ideen einreichen für Anwendungen auf Flash-Basis, konzipiert für und vermarktet auf Nokia-Geräten.

Zwar war auf Anhieb nichts über die Lizenz zu erfahren, unter der die Software stehen soll, jedoch versprechen die Unternehmen, dass die Entwickler alle Rechte an ihrer Software behalten. Der Projektname Open Screen Project deutet insgesamt auf Offenheit hin, und mehr davon verspricht Adobe-Chef Kevin Lynch für die Produkte seines Unternehmens.

In einem Video auf der Projektseite kündigt er an: „Es wird einige große Änderungen geben, wie wir die Client-Technologie zur Verfügung stellen. Die nächsten großen Versionen von Flash und Air für Geräte (for devices) werden frei verfügbar sein, ohne Gebühr.“ Diese Ankündigung machte Adobe allerdings bereits im Mai 2008. Auch geht Lynch nicht ins Detail über die Art der Lizenz, aber etwas konkreter wird er doch: „Wir haben das Flash File Format (…) seit 1998 herausgebracht, und dies war immer mit einer Lizenzvereinbarung verbunden. Diese Einschränkung per Lizenz werden wir entfernen, so dass man dass Format auf jede gewünschte Weise nutzen kann.“

Freigegeben werden sollen SWF, FLV/F4V, die AMF- und RTMP-Protokolle und Programmierschnittstellen sowie eine Referenzimplementierung. Eine Einschränkung schickt die Webseite hinterher: Die Offenlegung soll „für Beteiligte am Open Screen Project“ gelten.

Gegründet wurde das Open Screen Project im Mai 2008. Bislang sind zwanzig Unternehmen beteiligt, darunter auch Intel, Motorola oder LG Electronics. Ziel des Interessensverbands ist die plattformübergreifende Entwicklung von Anwendungen für Internet und Applikationen. Lynch beschreibt als weiteres Ziel der Kooperationspartner, Anwendungen udate-fähig zu machen. Die Adobe-Entwicklungsabteilungen wären unter dieser Vorgabe neu organisiert worden, so Lynch. Er erläutert: „Die gleichen Ingenieure, die an Software für PCs arbeiten, zielen mit ihrer Arbeit nun auch auf Smartphones.“

Wer sich nun als Entwickler an dem Projekt beteiligen will, kann sich auf der Projektseite bewerben. Bevorzugt gesucht werden Anwendungen in den Kategorien Unterhaltung, Spiele, Information und soziale Netzwerke. Die Software soll auf unterschiedlichen Plattformen laufen, Desktops ebenso wie Mobiltelefone oder Geräte der Unterhaltungselektronik. Weitere Informationen finden sich auf der Projektseite.

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