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Flatpak, Snap und AppImage im Vergleich

Dreikampf

Die Paketformate Flatpak, Snap und AppImage funktionieren zwar distributionsübergreifend, bringen jedoch auch spezifische Nachteile mit sich.

Für den Bezug von Programmen und anderen Software-Komponenten bieten Distributionen komfortable Werkzeuge an: Mithilfe einer Paketverwaltung wie Apt oder Yum können Anwender nach Software suchen und in Form von Paketen herunterladen sowie installieren.

Klassische Formate für Pakete stellen pro Software ein Paket bereit, das die gewünschte Software und einige Metadaten enthält. Letztere umfassen Informationen wie den Namen, die Version und den Autor der Software sowie Abhängigkeiten zu anderer Software. Die Paketverwaltung liest die Metadaten ein und löst alle Abhängigkeiten sorgfältig auf, sodass die Installation eines Pakets unter Umständen einen Rattenschwanz an zusätzlichen Downloads und Installationen nach sich zieht.

Als Ergebnis erhalten Sie jedoch einen Zustand, in dem das gewünschte Programm dank erfüllter Abhängigkeiten lauffähig auf der Platte liegt. Bemerkenswert ist zudem, dass die Installation von anderer Software mit gleichen Abhängigkeiten wesentlich schneller vonstattengeht, da die benötigten Pakete ja bereits lokal bereitstehen. Mehrere Pakete dürfen also auf dieselben Komponenten zurückgreifen, etwa auf OpenSSL.

Oldtimer

Es war nicht zuletzt dieses Konzept der Modularität von RPM, DEB und anderen Paketformaten, das zum Siegeszug von Linux beitrug: Der Anwender musste meist nicht, wie etwa unter Windows, erst umständlich im Internet nach Bezugsquellen für eine Software suchen und brauchte deren Vertrauenswürdigkeit nicht zu überprüfen.

Ein großer Teil der heute weit verbreiteten Formate entstand allerdings Mitte der 1990er-Jahre, als die Anforderungen an Workstations und Server noch andere waren als heute. So verwundert es nicht, dass die Grundideen hinter diesen Formaten aus heutiger Sicht einige Nachteile mit sich bringen.

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