Aktuelle Software im Kurztest

Angetestet

Bilder vergleichen mit Diffimg 2.2.0, Backups vorbereiten mit Rdup 1.1.16, Aufgaben verwalten mit Taskwarrior 2.5.1, komfortables Multi-Tab-Terminal Termit 3.0.

Komparator

Mithilfe Diffimg 2.2.0 stellen Sie bequem fest, ob zwei Bilder wirklich identisch sind.

Bei Bilddateien muss das GNU-Vergleichswerkzeug Diff passen. Hier springt das grafische Tool Diffimg ein und vergleicht Bilder auf Basis der RGB-Werte. Unter der Haube kommt dazu das QImage-Format zum Einsatz. Unterschiede in Texturen oder im Alpha-Bereich erkennt Diffimg allerdings nicht. Die Entwickler sehen den Einsatzbereich eher im Optimieren von Raytracing-Einstellungen oder dem Vergleich von Kompressionsstufen eines Bilds. Die Palette der unterstützten Grafikformate reicht von verbreiteten Formaten wie JPEG, PNG, BMP, GIF oder TIFF bis zu weniger populären wie PPM, SVG, TGA und XBM. Sie können jedes Bild einzeln betrachten oder die Bilder in einer Panel-Ansicht direkt gegenüberstellen. Um Unterschiede leichter zu erkennen, heben Sie sie durch einen Druck auf [D] optisch hervor: Alle abweichenden Pixel erscheinen dann rot gefärbt. Soll Diffimg ein Differenzbild aus den beiden Vorlagen anzeigen, drücken Sie [3]. Am rechten Fensterrand führt Diffimg in einem Statistikbereich wichtige Metriken und Einstellungsparameter auf. Neben Auflösung, Bild- und Dateigröße sowie den Dateiformaten sehen Sie auch Werte für die Standardabweichung, die mittlere Fehleranzahl und den prozentualen Anteil fehlerhafter, also abweichender Pixel. In der Konfiguration wählen Sie bei der Abweichungsmetrik zwischen vier verschiedenen Varianten, von unscheinbaren Abweichungen im jeweiligen Farbkanal bis hin zu wahrnehmbaren Differenzen. Mittels eines Schwellwerts begrenzen Sie tolerierbare Abweichungen. Für dem Vergleich zweier Ordner mit Bilddaten bietet Diffimg eine sogenannte Slide-Compare-Funktion an: Beim Programmstart geben Sie die erste Datei im jeweiligen Verzeichnis an und blättern anschließend mit den Navigationssymbolen weiter. Das setzt jedoch eine identische Reihenfolge der Bilder in beiden Verzeichnissen voraus. Andernfalls quittiert Diffimg den Dienst mit einer Fehlermeldung.

Diffimg 2.2.0

Lizenz: GPLv2

Quelle: https://sourceforge.net/projects/diffimg/

Präparator

Das Tool Rdup 1.1.16 stellt eine Liste zu sichernder Dateien zusammen, die Sie mit anderen Tools weiterverarbeiten.

Rdup dient dazu, effektive Datensicherungen vorzubereiten. Dazu erzeugt es eine Liste der zu sichernden Daten, die alle fraglichen Dateien samt vollständigem Pfad sowie User- und Group-ID sowie die Zugriffsrechte umfasst. Da Rdup in der Vorgabe nicht auf die Standardausgabe schreibt, müssen Sie die Ausgabe entweder in eine Datei umlenken mit dem Parameter -c auf die Konsole holen. Die Dateiliste lässt sich anschließend mit anderen Tools weiterverarbeiten. Für eine einfache Sicherung verwenden Sie das Shell-Skript Rdup-simple, das Sie mit Quell- und Zielverzeichnis aufrufen. Es erzeugt im Zielverzeichnis eine zur Quelle identische Verzeichnisstruktur mit allen Dateien. Über den Parameter -z lassen sich die Daten dabei per Gzip komprimieren, erhalten jedoch nicht die Dateiendung .gz. Mithilfe des Tools File prüfen Sie gegebenenfalls, ob die Daten wirklich komprimiert wurden. Um die gesicherten Daten vor unbefugtem Zugriff zu schützen, verschlüsseln Sie sie beim Archivieren wahlweise mit Gpg oder Mcrypt. Der Aufrufparameter -n erlaubt einen Testlauf vor der eigentlichen Sicherung. Das Werkzeug Rdup-up übernimmt bei Bedarf das Wiederherstellen der gesicherten Dateien, auch hier gibt es einen Testmodus. Die Manpage liefert eine Reihe von Anwendungsbeispielen, die verdeutlichen, wie Sie Rdup mit Tools wie Tar oder Cpio kombinieren.

Rdup 1.1.16

Lizenz: GPLv3

Quelle: https://github.com/miekg/rdup

Checkliste

Möchten Sie Termine und Aufgaben lieber auf der Konsole verwalten, ist Taskwarrior dafür eine gute Wahl. Die Steuerung erfolgt über Unterbefehle, die Sie beim Programmaufruf als Parameter angeben. Damit ermöglicht das Tool auch über SSH-Verbindungen ein flüssiges Arbeiten. Rufen Sie das Binary task ohne Angabe von Parametern auf, gibt es eine Liste der aktuell anstehenden Aufgaben aus. Jeder Eintrag enthält neben einer Task-ID eine kurze Beschreibung sowie die Dringlichkeit der Aufgabe und den Zeitpunkt der letzten Eintragsänderung. Neue Aufgaben legen Sie mit dem Unterbefehl add und einer Beschreibung der Aufgabe an. Um Aufgaben einem bestimmten Projekt zuzuordnen, geben Sie zu Beginn der Beschreibung mit dem Schlüsselwort project: den jeweiligen Projektnamen an. Eine Übersicht aller Projekte liefert der Kommando projects. Um den Zeitaufwand für eine Aufgabe zu erfassen, rufen Sie Taskwarrior mit dem Unterbefehl start und der Task-ID auf, sobald sie an der jeweiligen Aufgabe arbeiten. Das Kommando stop beendet die Zeiterfassung wieder. Aktive Aufgaben erscheinen in der Übersicht mit einem roten Hintergrund. Der Unterbefehl information liefert einen detaillierten Projektstatus. Taskwarrior bietet zahlreiche Unterbefehle, um Aufgaben anzupassen. Nehmen Sie Anpassungen lieber interaktiv vor, laden Sie mit dem Unterbefehl edit und der Task-ID die Metadaten der jeweiligen Aufgabe in den Standardeditor. Geben Sie statt der ID einen Projektnamen an, öffnet Taskwarrior nacheinander alle Aufgaben zum jeweiligen Projekt im Editor. Mit der Anweisung delete entfernen Sie Aufgaben wieder. Taskwarrior bietet zahlreiche weitere Unterbefehle und Filteroptionen, die Sie in der Manpage des Tools finden.

Taskwarrior 2.5.1

Lizenz: MIT

Quelle: https://taskwarrior.org/

Alternative

Der schlanke, moderne Terminalemulator Termit 3.0 bietet eine Alternative zum X-Terminal und lässt sich über eine Lua-API erweitern.

Termit tritt als komfortable Alternative zum Klassiker Xterm an. Es setzt auf den VTE-Bibliotheken auf und greift außerdem auf die GTK+-Libraries zurück. Nach dem Programmaufruf öffnet Termit ein Fenster mit der Standard-Shell. Dabei ordnet es die Menüleiste am unteren Fensterrand ein, sodass der obere Rand für das Verwalten mehrerer Shells in einzelnen Reitern frei bleibt. Über den Menüpunkt Datei öffnen Sie neue Reiter oder schließen den aktuellen. Über Bearbeiten vergeben Sie einen Namen für den aktuellen Reiter, via Copy und Paste befördern Sie markierte Inhalte in die Zwischenablage beziehungsweise holen sie wieder zurück. Schriftart und Farbe der jeweiligen Sitzung passen Sie über den Menüpunkt Prefences an, entweder für jeden Reiter individuell oder für alle Reiter einheitlich. Ein Klick auf das Lupen-Symbol in der Menüleiste öffnet eine leistungsfähige Suche, die auch einfache reguläre Ausdrücke akzeptiert. Über den Menüpunkt Sitzungen speichern Sie bei Bedarf den Zustand der jeweiligen Termit-Session samt aller geöffneten Reiter, um ihn bei einem späteren Start erneut laden zu können. Termit öffnet dann wieder alle Reiter an den vorherigen Verzeichnispositionen, den Inhalt der Standardausgabe sichert es aber nicht mit. Die Konfiguration legt das Tool in der Datei rc.lua unter ~/.config/termit/ ab; das Quellarchiv enthält eine ausbaufähige Beispielkonfiguration. In Lua implementierte Funktionen und Routinen lassen sich in die Konfiguration einbetten, um den Funktionsumfang von Termit zu erweitern.

Termit 3.0

Lizenz: GPLv3

Quelle: https://github.com/nonstop/termit

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