Fernsteuerung

Nach dem Neustart wählen Sie im entsprechenden Dialog das gewünschte entfernte System aus der angezeigten Liste und bauen die Verbindung durch einen Klick auf den Button Verbinden auf. Das Programm leitet Sie nun durch einen mehrstufigen Dialog mit Hinweisen zum Einsatz der Software, in dessen Verlauf Sie sich auf dem entfernten System authentifizieren.

Anders als bei ähnlichen Programmen wie Anydesk oder Teamviewer nutzt NoMachine dazu keine gesonderten Accounts, sondern die auf dem entfernten Rechner vorhandenen Nutzernamen samt zugehörigem Passwort. Das bedeutet, dass Sie auf diese Weise die Rechte eines Administrators auf dem entfernten System erhalten, wenn Sie sich mit den Daten von root anmelden.

Beim ersten Einsatz des Programms empfiehlt es sich unbedingt, die in den einzelnen Dialogen eingeblendeten Hinweise zur Bedeutung der Symbole durchzulesen, da Sie hier wichtige Informationen zum Steuern des Bildschirms und zum Skalieren erhalten (Abbildung 2).

Abbildung 2: Das Programmfenster liefert Ihnen unterschiedliche Informationen zum Bedienen der Software.

Manuell

Zusätzlich ermöglicht es die Software, sich manuell mit anderen Computern zu verbinden. Dazu öffnen Sie nach einem Klick auf den Button Neu in der Verbindungsanzeige den dafür vorgesehenen Assistenten. Im ersten Schritt legen Sie das Protokoll dazu fest, wobei in der freien Variante nur das NX-Protokoll aktiv ist. Anschließend geben Sie im zweiten Dialog die IP-Adresse des entfernten Hosts ein und tragen den genutzten Port ein.

Im dritten Schritt definieren Sie die Methode zum Authentifizieren. Hier stehen mehrere Optionen zur Wahl, wobei im privaten Bereich und kleinen Unternehmen mit wenigen Arbeitsplätzen meist das Anmelden mithilfe des System-Logins ausreicht. In größeren Umgebungen bietet sich eine Authentifizierung per Private Key, Chipkarte oder Kerberos-Ticket an.

Anschließend teilen Sie der Software mit, ob Sie die Verbindung direkt aufbauen oder über einen Proxy-Server leiten wollen. Abschließend vergeben Sie einen Namen für die Konfiguration, beenden den Assistenten mit einem Klick auf Abgeschlossen und fügen damit die neue Verbindung in die Liste ein (Abbildung 3).

Abbildung 3: In wenigen Schritten richten Sie neue Verbindungen manuell ein.

Steht die Verbindung mit einem entfernten NoMachine-Server, und sehen Sie dessen Bildschirminhalt auf dem eigenen Bildschirm, dann bietet es sich an, weitere Details zu justieren. Bewegen Sie dazu den Mauszeiger in die rechte obere Ecke des duplizierten Bildschirms, klappt eine Lasche auf, die nach einem Linksklick den Dialog mit den Einstellungen öffnet. Dort passen Sie nicht nur die Bildschirmauflösung und die Fenstergröße des entfernten Systems an den lokalen Client an, sondern modifizieren über die verschiedenen eingeblendeten Gruppen weitere Parameter.

So gibt es Optionen, um das Mikrofon am entfernten NX-Server einzuschalten, die Lautstärke zu ändern oder die gesamte Sitzung aufzuzeichnen. Insbesondere für den Terminalbetrieb relevant ist die Option, im speziellen Menü Geräte Laufwerke und Drucker einzubinden. Hierbei gestattet NoMachine die bidirektionale Nutzung. Das bedeutet beispielsweise, dass lokal an den Client angeschlossene USB-Laufwerke für den Anwender an der entfernten Maschine bereitstehen. Zusätzlich erkennt die Software USB- oder andere Laufwerke, die am entfernten Rechner hängen, und listet diese in den Einstellungen auf (Abbildung 4).

Abbildung 4: Unter NoMachine können Sie auch verschiedene Peripheriegeräte nutzen.

Durch einen Klick auf das jeweilige Laufwerk binden Sie es ins Client-System ein. Das Programm legt dabei einen Ordner an, über den Sie auf die entsprechenden Inhalte so zugreifen wie auf lokale Daten. Ein grüner Punkt neben dem Namen des Laufwerks in den Einstellungen signalisiert die erfolgreiche Integration. Durch einen Klick auf Abgeschlossen schließen Sie das Fenster mit den Einstellungen und geben den Bildschirm des entfernten Systems frei.

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