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© Tono Balaguer, 123RF

Gimp 2.9: Ausblick auf die nächste Gimp-Hauptversion

Flott unterwegs

Die Anwender warten schon lange auf eine neue Gimp-Hauptversion – nun kommt sie langsam in Reichweite. Wie sie aussehen könnte und was sie alles mitbringt, lässt die aktuelle Entwicklerversion 2.9.6 erahnen.

Die derzeitige Hauptversion 2.8 von Gimp gibt es bereits seit 2012. Nach mehr als fünf Jahren wird es höchste Zeit für das Erscheinen eines neuen Major-Releases. Doch selbst dessen Name steht bislang noch in den Sternen: Es könnte Gimp 2.10 heißen oder auch Gimp 3.0. Etwas Konkreteres als die Ankündigung, dass die neue Version möglicherweise noch in diesem Jahr erscheinen könnte, gibt es bisher nicht.

Die weitreichendsten Umstellungen von Gimp finden unter der Oberfläche statt und wurden seit Jahren diskutiert und teilweise sogar vehement eingefordert. Sie finden ihren Widerklang in den beiden Bibliotheken GEGL und BABL. Dabei arbeitet BABL, das die Entwickler als "a dynamic, any to any, pixel format translation library" beschreiben, mit Bitmap-Daten und dient der Darstellung. Bei der "Generic Graphics Library" GEGL dagegen handelt es sich um ein mit Graphen operierendes, nicht destruktives Framework für die eigentliche Bildbearbeitung. Wie generisch GEGL tatsächlich arbeitet, zeigt die Tatsache, dass bereits heute eine Reihe anderer Anwendungen darauf zurückgreift, darunter Gnome Photos, Imgflo, Gcut und Iconographer.

Das zerstörungsfreie Editieren basiert auf der Idee, beim Bearbeiten des Bilds nicht etwa die neu erzeugte(n) Bitmap(s) zu speichern, sondern stattdessen die Ursprungsdaten samt der darauf angewendeten Aktionen ("Operations" im GEGL-Jargon) in Form eines XML-Skripts. Die gespeicherten Operations dienen quasi als "Rezept", das sich jederzeit verändern lässt, um das Ergebnis zu modifizieren, ohne die Ursprungsdaten zu beeinträchtigen.

Diese Vorgehensweise hat sich bei RAW-Konvertern und Photoshop durchgesetzt und bietet zahlreiche Vorteile: So lassen sich beispielsweise Makro-Rekorder ganz einfach implementieren, die ja nur die Aktionen aufzeichnen müssen. Dateigrößen bleiben deutlich

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