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© aberration, 123RF

Schlanker Webbrowser Min

Nomen est omen

Webbrowser erfüllen unterschiedliche Ansprüche. Min verspricht Konzentration auf das Wesentliche und will mit einfachen Mitteln ablenkungsfreies Arbeiten bieten.

In den letzten Jahren hat sich der Webbrowser für viele Anwender zum meistgenutzten Werkzeug am Computer entwickelt. Wir verbringen im Browser Arbeits- und Freizeit und richten uns unsere Schnittstellen zum Internet sehr individuell ein, abgestimmt auf unsere Arbeitsabläufe und Vorlieben. Die großen Browser wie Mozilla Firefox und Google Chrome bringen dazu zahlreiche Erweiterungen, Themes und weitere Anpassungsmöglichkeiten mit. Die Browser-Dickschiffe liefern sich beständig eine Schlacht um die Gunst der Nutzer. Durch Verträge mit Suchmaschinenherstellern finanziert Mozilla etwa nicht nur den Browser selbst, sondern zu großen Teilen die gesamte Mozilla-Stiftung.

Dass es auch anders geht, wollen immer wieder kleine Teams und einzelne Entwickler beweisen, indem sie alternative Browser erstellen. Sie entstehen meist auf Basis von Webkit oder der daraus von Google abgespalteten Blink-Engine. Oft verläuft das im Sand: Die Browser setzen sich nicht genügend von der Konkurrenz ab, finden nicht ausreichend Anwender, oder die Herausforderungen an die ständig erforderliche Aktualität überfordern die Entwickler. Manchmal klappt es aber auch, wie etwa beim leichtgewichtigen Browser Qupzilla [1], der nach acht Jahren Entwicklung bei KDE Unterschlupf fand [2] und dort jetzt unter dem neuen Namen Falkon den Standardbrowser Konqueror ablöst.

Ganz anders geht der Entwickler des minimalistischen Webbrowsers Min [3] die Sache an. Er setzt nicht auf eine Rendering-Engine der Großen, sondern baut seinen Browser ganz auf CSS, Javascript und die Build-Plattform Electron [4] auf. In Sachen Oberfläche versteht sich Min hervorragend aufs Weglassen, nach dem ersten Start

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