Xbps schnell erlernt

Die Handhabung des Paketmanagers und des Repositorys beschreibt das Void-Wiki sehr ausführlich [9]. Da Void bei Installation nur freie Software mitbringt, müssen Sie unter anderem für unfreie Software wie Grafikkarten- oder WLAN-Treiber den Non-Free-Teil des Repositorys aktivieren.

Zunächst bringen Sie dazu die vorhandenen Repos in Erfahrung (Listing 3, Zeile 1). Danach installieren Sie das Nonfree-Repo (Zeile 2), aktualisieren dann die eingetragenen Repositories (Zeile 3) und überprüfen abschließend den Erfolg der Aktion (Zeile 4).

Xbps bietet nützliche Funktionen, die beispielsweise Apt und Dpkg vermissen lassen. So lassen sich Pakete inklusive der nicht mehr benötigten Abhängigkeiten in einem Rutsch entfernen. Lassen Sie beim in der letzten Zeile von Listing 3 gezeigten Befehl das -R weg, entfernt die Paketverwaltung nur das angegebene Paket aus dem System, nicht aber dessen Abhängigkeiten.

Listing 3

$ sudo xbps-query -Rs void-repo
$ xsudo bps-install void-repo-nonfree-9_1
$ sudo xbps-install -S
$ xbps-query -L
$ sudo xbps-remove -R Paket

Selbst gebaut

Wie bereits erwähnt, lassen sich Anwendungen mit Xbps-src nach vordefinierten Rezepten auch aus dem Quellcode bauen. Dabei dürfen Sie eigene Vorgaben machen, wofür das Wiki eine Schnellanleitung [10] bietet. Auf Github liegt eine technisch detaillierte Beschreibung [11].

Um es vereinfacht zu skizzieren, holen Sie sich zunächst Paketvorlagen auf die Festplatte (Listing 4, erste Zeile). Danach erstellen Sie in diesem Verzeichnis eine Bootstrap-Umgebung (letzte Zeile), die das System anschließend zum Bauen der Pakete benutzt. Auch alle von Void angebotenen Binärpakete wurden mit Xbps-src erstellt.

Listing 4

$ git clone https://github.com/voidlinux/void-packages
$ ./xbps-src binary-bootstrap

Sie können vorhandene Vorlagen nutzen, diese abändern, oder auch neue Vorlagen für Pakete erstellen. Selbst erstellte Pakete lassen sich über einen Pull-Request für das offizielle Repo bereitstellen. Allerdings unterliegen die eingereichten Pakete bei Void einer strengeren Qualitätskontrolle als etwa beim Arch User Repository (kurz AUR) von Arch Linux, da diese Pakete in das offizielle Repository einziehen, falls die Void-Entwickler sie akzeptieren.

Der Paketbestand von Void liegt derzeit für die x86-Plattform bei über 8250 Paketen, die ARM-Varianten bieten alle über 5000 Pakete an. Über ein kleines Skript [12] lässt sich die jeweilige Anzahl für alle unterstützten Architekturen ermitteln.

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