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PureOS: Debian ohne proprietäre Firmware und Blobs

Eingeschränkt

Vollkommen freie Distributionen wie Trisquel oder Parabola fristen eher ein Schattendasein. PureOS, ab Werk auf den Notebooks von Purism installiert, möchte dagegen im Rampenlicht stehen.

Rund um Debian und Ubuntu haben sich in den letzten Jahren einige Derivate etabliert, die sich auf die Fahnen geschrieben haben, eine bessere Benutzerfreundlichkeit zu bieten als die Originale. Dazu zählt auch PureOS, das auf Debian aufsetzt. Der US-Hersteller Purism installiert es als Standardbetriebssystem auf seinen Notebooks.

Falls Ihnen der Name PureOS vage bekannt vorkommt, liegt das möglicherweise daran, dass es schon einmal ein gleichnamiges System aus Frankreich gab. Mit dieser inzwischen eingestellten Distribution hat das heutige PureOS jedoch nichts zu tun; die amerikanische Version gewährt zudem durch verschiedene Techniken wie etwa das automatische Verschlüsseln von Massenspeichern erhöhte Sicherheit.

Purism

Der noch recht junge Hardware-Anbieter Purism aus San Francisco unterscheidet sich sowohl in Bezug auf seinen Werdegang wie auch durch seine Produkte von Mainstream-Herstellern: Ende 2014 gegründet, gelang es dem Unternehmen im folgenden Jahr, über eine Crowdfunding-Kampagne auf der Plattform Crowd Supply mehr als eine Million US-Dollar als Finanzierung für die neuen Notebooks der Librem-Baureihe einzusammeln [1].

Das Purism-Konzept sieht vor, Laptops mit aktueller Hardware auszuliefern, die nahezu keine proprietäre Firmware enthalten. Daher haben die Geräte unter anderem kein herkömmliches BIOS an Bord, sondern nutzen das freie Coreboot als BIOS-Ersatz. Coreboot ist – bis auf einen kleinen Binär-Blob [2] – eine freie Implementation für das BIOS.

Um die proprietären Binär-Blobs verbannen zu können, verbaut Purism eigens entwickelte Motherboards in den Notebooks. Außerdem kommen nur ausgesuchte Intel-CPUs und

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