Nacharbeiten

Beim Start meldet das System, dass es jetzt "Ubuntu 18.1" laden würde – hier wurde offensichtlich der Startbildschirm nicht sauber angepasst. Danach begrüßt Sie ein Reiter aus dem Willkommensbildschirm namens Post Installation, der die wichtigsten Aufgaben abhandelt, die nach der Installation anstehen.

Hier gibt es unter anderem Handreichungen zu einem ersten Update sowie zu Grafikkartentreibern und Spracheinstellungen. Außerdem gelangen Sie zu den optischen Anpassungsmöglichkeiten und den Systeminformationen. Darüber hinaus bietet der Assistent zusätzliche proprietäre Icon-Sets zum Herunterladen an. Wollen Sie Feren OS als Windows oder Mac OS X verkleiden, sollten Sie dem zustimmen.

Der Desktop beherbergt drei Icons für einen Dark Mode, den Themer und den Welcome Screen. Am unteren Bildschirmrand sitzt eine Bedienleiste, die sich mit einem Dock namens Docky ergänzen lässt (Abbildung 2). Für die Leiste und den Desktop gibt es Applets und Desklets zum Aufpeppen, die beispielsweise das Wetter oder Systeminformationen anzeigen.

Abbildung 2: Der Dark Mode und Docky sehen nicht nur beim Ubuntu-Theme gut aus.

Der Standard-Look irritiert jedoch ein wenig. Vor allem das weiße Punktraster im unteren Drittel des Bildschirms stört nach einiger Zeit. Dem helfen Sie aber anhand der Auswahl von über 80 Bildschirmhintergründen schnell ab.

Paketquellenmix

Ein Blick in die Paketverwaltung zeigt einen bunten Mix aus Paketquellen. Er reicht von den Repositories von Ubuntu und Mint über rund 20 Quellen aus Ubuntus Personal Package Archive (PPA) bis hin zu Paketquellen von Google oder Vivaldi. Das System zeigte nach der Installation 277 zu aktualisierende Pakete an, zumeist aus den Ubuntu-Quellen. Dabei überrascht das Vorhandensein der KDE-Libs in einer ansonsten von GTK+ geprägten Umgebung.

Das Gnome Software Center gibt einen informativen Überblick über installierte und verfügbare Anwendungen; in einem dritten Reiter zeigt die Anwendung die anstehenden Aktualisierungen an. Durch das Sammelsurium an Paketquellen erhalten Sie zu vielen Programmen schneller Updates als bei Ubuntu oder Mint. Das betrifft hauptsächlich die Anwendungen; Kernpakete wie Systemd oder der Kernel unterliegen dem langsameren Mint-Zyklus.

Umsteiger von Windows erhalten mit Wine, PlayOnLinux und Steam die Möglichkeit, gewohnte Programme und Spiele unter Linux auszuführen – im Rahmen der Verfügbarkeit und Kompatibilität der entsprechenden Anwendungen. Ansonsten findet man eine recht umfassende Zusammenstellung von Anwendungen vor, die alle Bereiche ausreichend abdeckt, aber nicht immer Sinn ergibt. Können Sie sich nicht mit dem etwas gewöhnungsbedürftigen Layout des Menüs anfreunden, bietet sich das Vollbild-Dashboard von Slingscold [4] als Alternative an (Abbildung 3).

Abbildung 3: Slingscold bietet sich als Alternative zum Menü von Feren OS an.

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