Spiegeln und Synchronisieren

Um einen Ordner oder einen ganzen Verzeichnisbaum auf einen Server zu schieben, kommt der Befehl mirror zum Einsatz. Stellen Sie mit lpwd sicher, dass Sie sich lokal im richtigen Verzeichnis befinden. Gegebenenfalls ändern Sie dieses mit lcd. Gleiches erledigen Sie mit pwd und, falls nötig, cd auf der Seite des Servers. Der Befehl zum Hochladen des Verzeichnisses lautet dann einfach mirror -R, der umgekehrte Weg vom Server zum Client funktioniert mit mirror.

Alternativ können Sie die Verzeichnisse nach dem Schema mirror -R /Server-Ordner/ /Client-Pfad/ im Befehl festlegen. Ändern Sie nach dem Abgleich eine Datei oder den Dateibestand im Quellverzeichnis und führen dann das Mirror-Kommando neu aus, gleicht LFTP nur die Änderungen mit der Gegenseite ab. Auch mirror lässt mehrere parallele Verbindungen zu, die Sie per mirror -P anstoßen oder mit mirror --parallel=n genauer definieren.

Gerade bei größeren Übertragungen spielt LFTP eine seiner Stärken aus. Es zeigt einen Fortschrittsbalken und die Übertragungsgeschwindigkeit an, wobei sich Letztere bei Bedarf auch drosseln lässt. Bricht einmal eine Übertragung ab, lässt sie sich mit dem Parameter -c wieder aufnehmen, selbst wenn Sie LFTP zwischenzeitlich beendet haben.

Ebenso beherrscht LFTP mehrere Übertragungen gleichzeitig, die sich nach Belieben in den Hintergrund schicken und wieder nach vorn holen lassen. Um Einzelheiten der vorgenommenen Aktionen einzusehen, werfen Sie einen Blick in das Verzeichnis ~/.lftprc/: Dort liegen Protokolle aller Sitzungen, die detailliert den Ablauf dokumentieren.

Nach Abschluss aller Arbeiten beenden Sie LFTP mit exit oder bye und kehren auf die Shell-Kommandozeile zurück.

Erweiterte Funktionen

Neben der Fähigkeit zum Übertragen von Dateien und Verzeichnissen zwischen Client und Server beherrscht LFTP noch weitere Funktionen und verfügt über Hunderte Parameter, um diese zu steuern. Die wichtigsten Befehle fasst die Tabelle "Befehlsreferenz" kurz zusammen.

So definieren Sie etwa mit dem Parameter at Uhrzeit zeitgesteuerte Übertragungen. Mit queue erstellen Sie Warteschlangen, mit -n Anzahl teilen Sie den Dateiversand in mehrere Tranchen auf. Möchten Sie eine Aktion später wiederholen, legen Sie mit bookmark add Name ein Lesezeichen dafür an. Mit bookmark list sehen Sie alle Lesezeichen an.

Generell können Sie mit -P oder --parallel=n parallel verarbeitete Transfers anstoßen. Mit FXP unterstützt LFTP Übertragungen von Server zu Server unter Ausschluss des Clients. Per HTTP können Sie Webseiten herunterladen, sogar das Torrent-Protokoll beherrscht das Programm. Obendrein lässt sich LFTP auch per Skript steuern.

Befehlsreferenz

Kommando Funktion
Dateitransfers
put Datei Datei vom Client zum Server
get Datei Datei vom Server zum Client
Abgleich ganzer Verzeichnisse
mirror -R Verzeichnis vom Client zum Server
mirror Datei vom Server zum Client
Lesezeichen
bookmark add Name Lesezeichen anlegen
bookmark list Lesezeichen auflisten
open Name Lesezeichen öffnen
Zeitsteuerung und Stapelverarbeitung
at hh:mm Befehl Zeitsteuerung
queue mirror Ordner Warteschlange erstellen (Verzeichnis)
queue mirror Datei Warteschlange erstellen (Nur eine Datei)
queue start Warteschlange starten

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